Elektronik-Aktien mit Potenzial: Isra Vision und ITT Corp.

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Beide Unternehmen haben mich mit ihren Zahlen beeindruckt. Das Wachstumspotential ist ebenfalls intakt. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Isra Vision hat für die ersten 9 Monate beeindruckende Zahlen präsentiert.

Der Umsatz stieg um 10% auf 102,8 Mio. €. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 13% auf 20,5 Mio. €. Die EBT-Marge betrug mehr als 20%. Das ist ein neuer Rekord. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 15,8% auf 0,66 € pro Aktie. Ein Ende dieser Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht in Sicht. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Der Auftragsbestand beläuft sich aktuell auf fast 90 Mio. €. Das entspricht schon jetzt mehr als einem halben Jahresumsatz. Ich gehe deshalb davon aus, dass Isra auch in 2019 neue Rekordmarken erreichen wird.

Isra überzeugt mit seiner starken internationalen Positionierung und seiner breiten Produktpalette

Dabei trifft der Konzern genau den Nerv der Zeit: Ganz egal, ob Digitalisierung, Sensorik oder Automatisierung – Isra hat in jedem Fall für die Industrie die richtigen Produkte im Angebot. Dabei wird auch das Robotik-Geschäft für die gesamte Konzernentwicklung immer wichtiger. Durch das boomende E-Commerce-Geschäft steigt auch die Nachfrage nach intelligenten Robotik-Lösungen. Hier hat Isra schon jetzt die Nase ganz weit vorn.

Bewertungstechnisch war Isra nie günstig zu haben. Allerdings wurde der Konzern in den letzten Monaten stark abgestraft. Einen wirklichen Grund dafür gab es nicht. Aufgrund der starken Zahlen und dem unverdienten Kursrücksetzer rechne ich mit einer (mindestens) ebenso starken Gegenbewegung.

Unternehmensporträt

Isra Vision Systems entwickelt und vertreibt Isra-Brainware, eine anwendungsspezifische Software für die visuelle Überwachung von Arbeitsprozessen. Die Software wird in der Steuerung von automatisierten Produktions-Prozessen eingesetzt. Zielmärkte sind Automationslösungen für die Roboterführung („Robot Vision“), die Oberflächeninspektion („Surface Vision“) sowie die Qualitätskontrolle in der Montage.

ITT Corp. hat nach den schwachen Vorjahresergebnissen wieder überraschend gute Zahlen vorgelegt

In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz um 8,7% auf rund 2,1 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 56,6% auf 3,21 $ pro Aktie. Im Vorjahr ist der Gewinn noch um 39% eingebrochen, da die Steuerreform von Donald Trump die Bilanz unverhältnismäßig stark belastet hat. Jetzt sieht das Zahlenwerk sehr solide aus.

ITT hat sich in den vergangenen Monaten nachweislich verbessert. Der Konzern ist effizienter geworden. Dabei konnten die gestiegenen Rohstoffkosten durch Produktivitätsgewinne, niedrigere Restrukturierungskosten und Volumeneffekte überkompensiert werden.

Der Konzernumbau zeigt Wirkung

Insbesondere die beiden Segmente Industrie und Connect & Control profitierten hier von den jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen. Die operativen Margen haben sich klar verbessert. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Vor allem die Expansionen nach Asien zahlen sich aus. Zudem profitiert ITT von der steigenden Nachfrage nach Spezialchemikalien und Benzin. Der Industriesektor hatte zuletzt kräftig zugelegt und wird auch in den nächsten Monaten neue Rekordstände erreichen.

Ein wichtiger Faktor wird dabei die Autoindustrie sein. Hier zeichnen sich Chancen und Risiken ab. Durch die Umstellung auf E-Mobilität kommt unerwartet viel Bewegung in die fest gefahrene Branche. Andererseits kann der Handelskrieg zwischen China und den USA aber auch ungeahnte Risiken mit sich bringen. Insgesamt hat mich ITT überzeugt.

Unternehmensporträt

ITT nutzt seine Elektronikkompetenz für weltweite militärische und zivile Anwendungen. ITT stellt hoch entwickelte Militärtechnologie her, liefert Pumpen und Ausrüstungen für die Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung, bedient Nischenmärkte in der Freizeitschifffahrt und Flugzeugsteuerung und liefert elektronische Apparate und Netzwerk-Systeme für die Telekommunikationsbranche, die Luftfahrt, die Industrie und für die Medizin.

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ISRA VISION bringt Maschinen das Sehen beiDer Markt für Bildverarbeitungssysteme (Machine Vision) weist immer noch Wachstumsraten von 15% auf - ein Trend, der sich in den mittelfristigen Prognosen für die nächsten Jahre fortsetzt.  › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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