Elektronik: Neue Wachstumschancen im Milliardenbereich

Stadt Wirtschaft Kurse – newroadboy_ -shutterstock_438078676

Digitalisierung, Robotik und Automatisierung sind zentrale Zukunftsmärkte, die noch weitestgehend im Aufbau sind. (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Die Elektronikbranche hat es im Jahr 2018 schwer gehabt. Selbst wenn man zwischen Industrie- und Verbraucherelektronik unterscheidet, kämpfte jeder einzelne Bereich mit seinen eigenen Schwierigkeiten. Im Bereich der Industrieelektronik schreckte man aufgrund der politischen Unsicherheiten vor größere Investitionen zurück.

Dadurch kam die gesamte Segmentnachfrage ins Stocken, und das geplante Wachstum konnte oft nicht erreicht werden. Neben dem Brexit war hier vor allem der Handelskrieg zwischen China und den USA ein zentrales Thema. Im Bereich der Verbraucherelektronik bereitete dagegen die schwächere Welt-Konjunktur und die gesättigte Nachfrage nach Smartphones, Tablets oder Fernsehgeräten Kopfzerbrechen.

Eine zweigeteilte Branche mit Schwierigkeiten

Die gesamte Elektronikbranche, sei es im Verbraucher- oder Industriebereich, steht auch in 2019 vor anspruchsvollen Herausforderungen. Dabei gibt es aber auch zahlreiche Chancen im Markt. Vor allem die Themen Digitalisierung, Robotik und Automatisierung sind zentrale Zukunftsmärkte, die noch weitestgehend im Aufbau sind. Hier entstehen Wachstumspotenziale im Milliardenbereich. Ganz vorne mit dabei Isra Vision.

Isra hat für die ersten 9 Monate beeindruckende Zahlen präsentiert. Der Umsatz stieg um 10% auf 102,8 Mio. €. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 13% auf 20,5 Mio. €. Die EBIT-Marge betrug mehr als 20%. Das ist ein neuer Rekord. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 15,8% auf 0,66 € pro Aktie. Ein Ende dieser Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht in Sicht. Das vergleichsweise junge Unternehmen kann also auf ganzer Linie überzeugen. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt.

Deutlich schwerer haben es dagegen alte Traditionskonzerne wie Electrolux, Panasonic, Sony oder Toshiba. Alle 4 Traditionskonzerne hatten zuletzt bestenfalls solide Zahlen vorgelegt und spürbar mit dem harten Wettbewerb zu kämpfen.

Kamera-Geschäft wird zum Nischenmarkt

Noch schlechter lief es für die alteingesessenen Unternehmen eigentlich nur im klassischen Kamera-Geschäft. Hier hat der Smartphone-Boom tiefe Spuren hinterlassen. Die Marktführer Canon, Olympus und Sony hatten mit erheblichen Nachfragerückgängen zu kämpfen. Das Problem ist recht einfach: Die Kameras, die in den gängigen Smartphones verbaut sind, reichen für den Hobbyanwender vollkommen aus. Eine Digitalkamera wird überflüssig. So bleibt den drei Marktführern nur noch ein kleiner Nischenmarkt für professionelle Anwender.

Dieser kleinere Markt ist folglich umso umkämpfter. Diese Entwicklung bekam auch Agfa-Gevaert zu spüren. Der ehemalige Foto-Produzent musste sich grundlegend neu ausrichten, um nicht völlig in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. Die jüngsten Zahlen attestieren aber anschaulich: Die Umstrukturierung hat nur mäßig funktioniert. Neue Konzepte müssen her – ein Befund, der auf fast alle Konzerne der Elektronik-Branche zutrifft.

Aktienkurse – Jirapong Manustrong – shutterstock_573121573

Die Aktie mit Gaming-FantasieSony ist alles andere als eine Aktie aus den 1980ern. Was der Wert heute zu bieten hat, klären wir in unserer Analyse. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz