Encavis: Ein Kandidat für Ihre Beobachtungsliste

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Die Aktie des Solar- und Windparkbetreibers Encavis hat ein starkes Jahr 2019 hinter sich. Doch wie geht es weiter? (Foto: Freedomz / shutterstock.com)

rAn den Aktienmärkten sind heute zumeist dunkelrote Vorzeichen zu sehen. Ursächlich dafür ist vor allem die Angst vor dem in China derzeit grassierenden Coronavirus. Es handelt sich dabei meines Erachtens um irrationale Ängste.

Aber so ist Börse nun einmal: Wenn es zuvor über längere Zeit recht steil nach oben ging (wie 2019), suchen Investoren häufig händeringend nach Gründen, sich von gut gelaufenen Aktien trennen zu können. Dann schlägt aber auch die Stunde der Schnäppchenjäger!

Mein Tipp: Legen Sie eine Beobachtungsliste an und schreiben Sie sich zu den jeweiligen Positionen Wunschkurse auf, zu denen Sie einsteigen würden. Werden diese Wunschkurse in schwachen Marktphasen erreicht, ohne dass es dafür handfeste Gründe gibt, sollten Sie zugreifen.

Ich stelle Ihnen in dieser Woche Unternehmen vor, deren Aktien im vergangenen Jahr sehr gut gelaufen sind und die aus meiner Sicht Kandidaten für Ihre Beobachtungsliste sein sollten. Warum das so ist, erfahren Sie selbstverständlich auch!

Energiewenden-Gewinner Encavis

Erneuerbare Energien sind momentan in aller Munde und gelten als großer Wachstumssektor. Und das Unternehmen Encavis aus Hamburg ist ein großer Profiteur. Denn Encavis betreibt Solaranlagen und (Onshore-)Windparks.

Die Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung erwirtschaften stabile Rückflüsse durch garantierte Einspeisevergütungen oder langfristige Abnahmeverträge. Die im SDax notierte Encavis AG hat kürzlich ihre strategische Wachstumsplanung beschlossen. In dem mit Fast Forward 2025 betitelten Strategiepapier setzt sich das Unternehmen hohe Ziele.

Die vertraglich gesicherte Strom-Erzeugungskapazität von 1,7 Gigawatt (= 1,7 Mrd. Watt) soll innerhalb von 6 Jahren auf 3,4 Gigawatt verdoppelt werden. Auf den ersten Blick erscheint diese Steigerung sehr ambitioniert. Laut eigenen Angaben verfügt das Unternehmen aber bereits über gesicherte Projekte von mindestens 2 Gigawatt.

Auch der Umsatz soll von aktuell 260 Mio. auf 440 Mio. Euro steigen. Darüber hinaus sollen die geplanten Investitionen dazu führen, dass der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den kommenden 6 Jahren von heute 210 Mio. auf 330 Mio. Euro anwachsen wird.

Wie die Mittelfristziele erreicht werden sollen

Um diese Ziele bis zum Jahresende 2025 zu erreichen, hat Encavis ein ganzes Bündel an Maßnahmen geplant. Vor allem will das Unternehmen in den kommenden Jahren in baureife Wind- und Solarparks investieren. Zusätzlich sollen weitere neue Projekte mit den strategischen Entwicklungspartnern vereinbart werden.

Darüber hinaus sollen u.a. die operativen Kosten in Betrieb und Wartung der Solarparks reduziert und die Refinanzierung einzelner Projekte durch Zweckgesellschaften bzw. Anlagevehikel optimiert werden.

Rücksetzer als mögliche Kaufkurse

Trotz des Rücksetzers vom heutigen Tag notiert die Encavis-Aktie noch immer deutlich über der 10-Euro-Marke. Sollte die Aktie aber ohne handfeste Gründe darunter zurückfallen, so würde sich eine spannende Einstiegsgelegenheit ergeben.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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