Entspannte Anspannung

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Der DAX steht vor ein paar Stoppsignalen! Welche das sind und worauf müssen Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Nach starken Gewinnen im Januar stehen wir jetzt vor einer Ergebnissaison mit bisher gemischten Zahlen von den berichtenden Unternehmen, einem US-Notenbanktreffen und heute dem ersten von zwei Tagen mit Verhandlungen zwischen China und den USA zum Handelskrieg.

Mnuchin, Schatzmeister von Donald Trump, erwartet einen signifikanten Fortschritt in den Verhandlungen in dieser Woche. Hingegen erwarten Regierungsmitarbeiter, dass beide Seiten noch weit voneinander entfernt in den Schlüsselproblemen sind. Sie gaben sogar bekannt, dass intern auf US-Seite immer noch debattiert wird, wie man in den Verhandlungen überhaupt auftritt.

Nicht verwunderlich also, dass die Aktienmärkte zunächst in eine von dünnerem Handelsvolumen geprägte Seitwärtsbewegung mit abwartender Haltung abgebogen sind.

Charttechnisch hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche wenig verändert.

Werfen wir einen Blick auf den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Kurzfristiger Aufwärtstrend noch intakt, aber Test der Unterseite!

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index habe ich Ihnen einen kurzfristigen Aufwärtstrend seit dem Tiefpunkt vom 27. Dezember eingezeichnet (blauer Trend).

Er wurde in den vergangenen Wochen mehrfach an der Unterseite getestet. Jedes Mal konnte der DAX dort wenden und den Trend erfolgreich bestätigen. Aktuell befindet sich der Index erneut in einem Test dieser Grenze. Aufgrund der eingangs aufgezählten Unsicherheiten/Ereignisse müssen Sie damit rechnen, dass der Trend diesmal nicht hält und der DAX unter die Begrenzung fällt!

Der nächste Halt wäre dann die mittlere rote Unterstützungslinie bei etwa 10.950/11.000 Punkten.

Ein neuer Aufschwung, beziehungsweise der Fortschritt des kurzfristigen Aufwärtstrends, kann nur geschehen, wenn er die obere rote Linie knackt. Das Niveau liegt derzeit bei 11.325 Punkten.

Achten Sie also auf diese beiden Marken!

Weitere Ziele an der Oberseite sind aus dem kurzfristigen Trend nicht abzuleiten. Betrachten wir dazu das mittelfristige Chartbild vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Entspannt in der Mitte!

Sie erkennen im mittelfristigen Chartbild, dass der DAX zwischen Weihnachten und Silvester die untere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends (dunkelroter Trendkanal) kurzzeitig deutlich nach unten verlassen hatte!

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Wall Street – Talfahrt weiterhin intakt…Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Video-Newsletters John Gossens Daily Dax. Täglich analysiere ich zwei Mal für Sie die internationalen Aktienmärkte und morgens starten wir immer mit dem Blick… › mehr lesen

Doch der Wiedereintritt in den Trendkanal gelang recht rasch!

Weil die Umsätze zwischen den Feiertagen erfahrungsgemäß immer sehr dünn sind, kann der kurze Ausreißer nach unten als charttechnisches Fehlsignal gewertet werden!

Aktuell befindet sich der Index ganz entspannt in der Mitte des mittelfristigen Abwärtstrendkanals (hellrote Trendlinie). Diese, wenn man so will, „Mittellinie“ des Abwärtstrendkanals hat durchaus einen signifikanten Widerstandscharakter! Es gab in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Bestätigungssignalen (hellrote Punkte).

Aktuell ist Abwarten und Beobachten angesagt. Als Positivszenario würde sich der DAX-Index wieder zurück in das obere Band kämpfen!

Zum Abschluss noch ein Blick in den Langfristchart vom DAX-Index:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Alles beim Alten!

Im langfristigen Chartbild hat sich rein gar nichts gegenüber der vergangenen Woche verändert!

Immer noch ein voll intakter langfristiger Bullenmarkt (übergeordneter dunkelblauer Trendkanal).

Die scharfe Korrektur mündete in einem Tiefpunkt (rote Horizontale), von dem sich der DAX im Januar ein gutes Stück erholen konnte. An der Oberseite wartet die 11.800er-Marke (grüne Widerstandslinie), an der Unterseite der Tiefpunkt aus 2017 (rote Unterstützungslinie). Er lag bei 10.250 Punkten.

FAZIT:

Das bedeutet, Sie sollten für die nächsten Monate mit einer Tradingzone von 10.250 bis 11.800 Punkten rechnen!

Nach wie vor stehen der Brexit und derHandelskonflikt zwischen USA und China im Fokus der Anleger! Zusätzlich kann die US-Notenbank, in Persona FED-Chef Powell mit seinen Äußerungen, die Märkte beeinflussen.

Bleiben Sie neutral, bis sich klare Trends abzeichnen.


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!