Erfolg aus der blauen Dose

Beiersdorf überzeugt Kunden und Anleger gleichermaßen. Doch wie steht es um die Zukunft? Die Aktie in der Analyse. (Foto: Jpeg / Shutterstock.com)

Wenn Kunden von Produkten überzeugt sind, kaufen sie diese immer wieder. Vor allem bei Dingen des täglichen Bedarfs ist die Treue zu bestimmten Marken sehr groß. Davon profitiert auch Beiersdorf. Millionen Menschen vertrauen bei der täglichen Hautpflege auf die blauen Dosen aus dem Hause Beiersdorf. Für viele Menschen gehört Nivea seit Geburt an dazu. Das schlägt sich natürlich auch auf die Zahlen von Beiersdorf nieder.

Doch der Konzern hat weitaus mehr zu bieten. Aber lesen Sie selbst! Der Beiersdorf-Konzern besteht aus der Kernsparte Consumer (NIVEA, 8×4, Eucerin, Labello, La Prairie, Florena und Hansaplast) sowie der Sparte tesa (Klebstofftechnik). NIVEA ist die bedeutendste und gleichzeitig auch älteste Körperpflegemarke der Welt. Unter der Marke tesa werden Klebeanwendungen für industrielle Kunden und Endverbraucher entwickelt und vermarktet. Beiersdorf ist mit rund 150 Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt präsent.

Beiersdorf erntet die Früchte seiner harten Arbeit

Beiersdorf hat sich in den ersten 9 Monaten solide entwickelt. Der Umsatz stieg um 5% auf rund 5,3 Mrd €. Besonders gut haben sich die Geschäfte in Afrika, Asien und Australien entwickelt. Hier lag das organische Wachstum bei 10%. Im Konsumentengeschäft konnte Beiersdorf seine Wettbewerbsfähigkeit erneut unter Beweis stellen. Mit starken Marken und einer exzellenten Marktpositionierung konnten alle strategischen Ziele erreicht werden.

Neben Nivea ist hier vor allem die Tochtergesellschaft tesa zu nennen, die in allen Quartalen sogar zweistellige Wachstumsraten erzielen konnte. Künftig möchte Beiersdorf vor allem in den Schwellenländern weiter wachsen. Durch den höheren Wohlstand steigt dort auch das Bedürfnis nach Hygiene und Sauberkeit.

Beiersdorf möchte diese positive Entwicklung für sich nutzen. Mit der neuen Unternehmensstrategie Blue & Beyond soll das internationale Wachstum beschleunigt werden. Schon frühzeitig hat der Konzern seine Kernmarken an allen internationalen Märkten platziert. Jetzt können die Früchte der harten Arbeit geerntet werden.

Gutes Unternehmen, aber nichts für Dividendenjäger

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hebt Beiersdorf seine Umsatzprognose an. Es wird jetzt ein Umsatzwachstum von 4 bis 5% erwartet. Die Ergebnisprognose bleibt unverändert. Die operative Marge soll aber über dem Vorjahreswert liegen. Allerdings musste Beiersdorf einige Sonderausgaben aufgrund eines IT-Angriffs im Juni tätigen.

Diese werden die Bilanz geringfügig belasten. Da die Aktie ambitioniert bewertet ist und zudem die Konkurrenz Druck macht, warten wie lieber noch ein wenig ab. Das Unternehmen an sich weiß durchaus zu gefallen. Angesichts der geringen Dividendenrendite von 0,7% ist der Wert aber für Dividendenjäger nichts.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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