Erfolgsbilanz: Gold hat den DAX und weitere Indizes deutlich hinter sich gelassen

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In den vergangenen 3 Jahren hat der Goldpreis den DAX oder auch andere Indizes wie den MSCI-World deutlich abgehängt. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Trotz der aktuellen hohen Preise steht Gold immer wieder in der Kritik. Gerade die hohen Schwankungen und die nicht planbaren Erträge sorgen für die kritische Haltung gegenüber Gold. Tatsächlich wirft Gold klassisch gesehen keine Zinsen ab. Da müssen wir uns doch mal fragen: Was wirft denn aktuell überhaupt noch Zinsen ab?

Klassische Anleihen mit sicheren Emittenten aus stabilen Ländern notieren nahezu komplett im negativen Bereich – zumindest bis zur Laufzeit von zehn Jahren. Das zeigt Ihnen der Blick auf die Entwicklung der Renditen bei deutschen Bundesanleihen.

So liegt die aktuelle Rendite bei ihren Bundesanleihen derzeit bei -0,49 %. Das mit Abstand der niedrigste Wert aller Länder in der Eurozone. Dies ist ein Signal für die hohe Stabilität der Bundesanleihen. Doch Investoren suchen Rendite – und die ist mit solchen Anleihen natürlich nicht zu erzielen.

Da kann ich an dieser Stelle meinen Appell nur noch einmal erneuern: Gold gehört in jedes breit aufgestellte Depot. Das zeigt Ihnen auch ein Blick auf die Bilanz der vergangenen Jahre. Nehmen wir einen Zeitraum von drei Jahren, der in Investmentkreisen schon als langfristig gilt. Hier hat der Goldpreis in Euro berechnet (und das ist ja maßgeblich für uns als Investoren in Deutschland) um rund 40 % zugelegt.

Gerade in Euro war die Entwicklung beim Gold besonders gut

Und was glauben Sie hat der DAX in diesem Zeitraum an Performance gebracht? Eine enttäuschende Rendite von -3 %. Hätten sie breit gestreut auf den MSCI World Index gesetzt, der immerhin mehr als 1.500 Aktien aus aller Welt zusammenfasst, wäre ein Gewinn von rund 10 % übriggeblieben. Auch das ist weit entfernt von der Rendite des Goldpreises.

Etwas anders sieht es aus bei der Auswahl von Einzelaktien. Nehmen wir mit Apple eine der Vorzeigeaktien der vergangenen Jahre. Hier haben die vergangenen drei Jahre eine Rendite von knapp 140 % gebracht. Das ist deutlich mehr als der Goldpreis an sich.

Aber als Investor müssen Sie hier eins verstehen: Apple und Gold schließen sich nicht aus. So können Sie zum einen auf anerkannte Standardaktien wie beispielsweise Apple setzen. Gleichzeitig ist es aber genauso gut möglich, das Portfolio breiter zu streuen und dann eben auch einen Goldanteil mit aufzunehmen. Hier ist sicherlich eine Gewichtung von 10 % des Gesamtdepots die obere Grenze für Gold. Im Übrigen sollten auch Investments in Einzeltiteln wie Apple niemals mehr als 10 % des Gesamtdepots ausmachen. Der Vorteil für Sie: Selbst wenn es mal zu einem massiven Verlust bei einer einzelnen Position kommt, hält sich der Einfluss auf das Gesamtdepot immer noch in Grenzen.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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