Erneuerbare Energien auf der Überholspur

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Erneuerbare Energien liefen an der Börse zuletzt sehr gut. Wie geht es nach +80% seit Mitte März bei meinem Branchen-Favoriten Encavis weiter? (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Aktien von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben in den vergangenen Monaten deutlich besser abgeschnitten als Aktien von Unternehmen, die auf fossile Energieträger wie Öl setzen.

Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des Imperial College in London hervor, die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Energieagentur (IEA) erstellt wurde. Gemäß der Studie sind US-Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien im Schnitt um 2,2 Cent gestiegen, während US-Aktien aus den Bereichen Öl und Gas um durchschnittlich 40,5 Cent gefallen sind.

Die erstellten Portfolios für erneuerbare Energien haben in den letzten 10 Jahren und während der Covid-19-Krise deutlich höhere Anlagerenditen sowie eine geringere Volatilität gegenüber fossilen Brennstoffen erzielt, so Lena-Katharina Gerdes, eine der Studienautorinnen vom Imperial College.

Das bedeutet: Gemäß der Studie brachten Aktien von Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien nicht nur höhere Renditen, sondern wiesen auch noch niedrigere Schwankungen auf als Aktien von Öl- und Gaskonzernen.

Encavis: Einer meiner Favoriten aus der Branche

Ich möchte Ihnen nun noch einen meiner Favoriten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien vorstellen. Die Rede ist von Encavis. Das im Nebenwerte-Index SDax gelistete Unternehmen ist der größte unabhängige Betreiber von Solarparks in Deutschland.

Encavis entstand im Jahr 2018 durch den Zusammenschluss von Capital Stage mit Chorus Clean Energy. Der Hamburger Konzern betreibt derzeit 177 Solarparks sowie 72 Onshore-Windparks (an Land) in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern. Insgesamt verfügen die Kraftwerke über eine Erzeugungskapazität von 1,9 Gigawatt. Mehr als drei Viertel davon entfallen auf Photovoltaik-Anlagen.

Starke Mittelfristplanung

Auf der Basis detaillierter Planungen setzen sich die Hamburger folgende Zielgrößen für das Jahr 2025: Die vertraglich gesicherte Strom-Erzeugungskapazität von 1,7 Gigawatt (= 1,7 Mrd. Watt) soll innerhalb von 6 Jahren auf 3,4 Gigawatt verdoppelt werden.

Auch der Umsatz soll von aktuell 260 Mio. auf 440 Mio. Euro steigen. Darüber hinaus sollen die geplanten Investitionen dazu führen, dass der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von heute 210 Mio. auf 330 Mio. Euro anwachsen wird.

Um die ambitionierten Ziele bis zum Jahresende 2025 zu erreichen, hat Encavis ein ganzes Bündel an Maßnahmen geplant. Vor allem will das Unternehmen in den kommenden Jahren in baureife Wind- und Solarparks investieren. Zusätzlich sollen weitere neue Projekte mit den strategischen Entwicklungspartnern vereinbart werden.

Das stabile Geschäft, hohe Mittelzuflüsse und das milliardenschwere Portfolio aus Solar- und Windparks des Stromerzeugers könnten zudem auch Begehrlichkeiten bei institutionellen Investoren wecken und machen Encavis zu einem potenziellen Übernahmeziel. Es gibt also einige gute Gründe, auf das Unternehmen zu setzen.

Der Kurs der Encavis-Aktie zeigt sehr eindrucksvoll das, was aus der eingangs erwähnten Studie hervorgeht. Die Encavis-Aktie stieg seit den Corona-bedingten Tiefstständen im März dieses Jahres schon wieder um 80% an und erreichte sogar neue Allzeithochs.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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