Ernte 2019: Deutliches Plus – aber die Lage bleibt ernst

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Bei der Getreideernte gab es im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg – doch das Ergebnis liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

In diesen Tagen startet der Sommer noch einmal richtig durch in Deutschland. Aber der große Regen ist nicht in Sicht. Im Endeffekt wäre es auch zu spät dafür – denn in vielen Bereichen sind die Ernten 2018 schon jetzt massiv von der Dürre betroffen. Wie groß der Wettereinfluss war, hat jetzt der Erntebericht 2018 gezeigt, den hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft heute vorgelegt.

Immerhin wird es beim Getreide wieder aufwärts gehen: Die bundesdeutsche Erntemenge an Getreide einschließlich Körnermais wird nach derzeitigem Kenntnisstand bei rund 44,7 Mio. Tonnen liegen. Das sind knapp 18% mehr als im Jahr 2018. Der sechsjährige Durchschnitt, also das Mittel der Jahre 2013 bis 2018, wird damit jedoch um 3,3% verfehlt.

Wegen der aktuellen Bedeutung möchte ich Ihne heute auch einmal einen Blick auf die Agrargüter bieten – ein Rohstoff-Sektor, der an dieser Stelle in der Regel keine große Rolle spielt. Doch eins muss Ihnen klar sein: In unserer hochindustrialisierten Landwirtschaft spielt das kurzfristige Wetter oder die immer häufiger auftretenden Extremereignisse beim Wetter eine immer größere Rolle.

Wir gewöhnen uns an das extreme Wetter

Auf der anderen Seite gibt es auch Gewinner des heißen Sommers 2019: So sind deutsche Tomaten derzeit besonders aromatisch – wegen der starken Sonneneinstrahlung. Was bei der Weinlese zu erwarten ist, werden die kommenden Wochen zeigen.

Grundsätzlich zeigt uns aber die Wetterentwicklung 2018 eine Häufung von Extremereignissen – beispielsweise mit Waldbränden, die in Deutschland schon im Juni massive Schäden angerichtet haben und jetzt mit den Bränden am Amazonas, die auch in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt sind.

Das ist schon ein Signal, dass sich das Klima bei uns verändert. Eine Antwort ist hier auf jeden Fall eine Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase. Und dazu sollen auch die alternativen neuen Antriebsarten beitragen. Die Elektromobilität spielt dabei die wichtigste Rolle. Und wie ich die Chancen in diesem sehr spannenden Sektor einschätze, der wegen des großen Lithium-Bedarfs auch eine wichtige Rohstoff-Komponente aufweist, greife ich regelmäßig an dieser Stelle auf.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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