Erstmals seit 5 Jahren höherer PC-Absatz

Der Computer-Markt profitiert davon, dass viele Unternehmen ihre älteren PC-Systeme austauschen, modernisieren oder hochrüsten. (Foto: Lester Balajadia / shutterstock.com)

Anfang des Jahres legte der weltweite Absatz von Computern nach Angaben des Analysehauses IDC erstmals seit 5 Jahren zu.

Der Markt profitiert davon, dass viele Unternehmen ihre älteren Systeme austauschen, modernisieren oder hochrüsten.

Zudem rechnen die Marktforscher mit höheren Konsum-Ausgaben.

Dies sollte sich positiv auf den PC-Absatz auswirken, zumal sich die Lagerbestände im Handel auf einem niedrigen Niveau befinden.

HP mit 1. Wachstum seit Langem

HP schaffte bei Computern und Druckern im 2. Quartal erstmals seit 2010 wieder Wachstum; der Umsatz legte um 7% zu.

So hat HP im Personal- Systems-Segment den Umsatz um 10% gesteigert.

Dabei konnten mit Geschäftskunden 7% mehr umgesetzt werden, und mit Privatkunden erhöhte sich der Umsatz um 16%.

Insgesamt erhöhte sich der PC-Absatz um 5%, wobei im Jahresvergleich 12% mehr Notebooks und 6% weniger Desktops verkauft wurden.

Der Umsatz mit Druckern stieg um 2%. Insgesamt wurden 4% mehr Drucker verkauft.

Lenovo wieder mit schwarzen Zahlen

Lenovo ist in seinem Ende März 2017 abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt:

Der PC-Hersteller erzielte einen Gewinn von 530 Mio. $. Im Vorjahr stand unterm Strich noch ein Verlust von 128 Mio. $. Allerdings ging der Umsatz um 4,2% zurück.

Alle 3 Kernbereiche waren von dem Rückgang betroffen:

In der größten Sparte PC und Smart Devices ging der Umsatz noch vergleichsweise moderat um 2,3% zurück.

Deutliche Rückgänge musste Lenovo im Data-Center-Geschäft hinnehmen; die Umsätze mit Servern, Storage, Software und Services brachen um 10,6% ein.

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Apple setzt weniger iPhones ab – Kunden warten auf das nächste iPhone

Apple überraschte im 2. Quartal mit schrumpfenden iPhone-Verkäufen. Nur 50,8 Mio. Geräte wurden verkauft (im Vergleich zu 51,2 Mio. im Vorjahr).

Verantwortlich für den Absatz-Rückgang ist neben einem schwächelnden China-Geschäft (Einbruch um 14%) v. a. die Vorfreude der Apple-Fans auf die neue Geräte-Generation.

Denn statt das iPhone 7 zu erwerben, warten die Kunden auf das nächste Smartphone.

Anlässlich des 10. Geburtstags des iPhones erwartet die Branche neue technische Revolutionen.

Trotz des Absatz-Rückgangs fuhr Apple dank höherer Preise einen satten Gewinn von über 11 Mrd. $ ein.

Auch der Aktienkurs bereitet Freude: Seit Star-Investor Warren Buffett im Mai 2015 bei Apple eingestiegen ist, legte die Aktie um mehr als 45% zu.

Im 1. Quartal stockte Buffetts Beteiligungs-Gesellschaft Berkshire Hathaway ihren Apple-Anteil auf 129 Mio. Aktien auf.

Buffett verkauft IBM-Aktien

IBM kann den Umsatzschwund nicht stoppen:

Die Umsätze sanken im 1. Quartal um 2,8% und gaben damit das 20. Quartal in Folge nach. Der Gewinn ging um 5,5% zurück.

IBM folgt dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen.

Der Umbau vom Server- Hersteller hin zum Anbieter von Software und Services ist nach wie vor nicht abgeschlossen.

Buffett verkaufte im großen Stil IBM-Aktien und hat seinen Anteil an dem Computer-Urgestein um rund 1/3 verringert.

Demnach sank die Beteiligung im Auftakt-Quartal von rund 81 Mio. auf nur noch gut 50 Mio. Anteilsscheine.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.