Es gibt immer was zu tun

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Nicht nur Obi suggeriert uns, dass es immer was zu tun gibt, auch in den USA gibt es immer etwas zu tun, besonders vor dem Hintergrund, dass sich dort der Immobilienmarkt stark erholt hat. (Foto: threerivers11 / shutterstock.com)

Nicht nur Obi suggeriert uns, dass es immer was zu tun gibt, auch in den USA gibt es immer etwas zu tun, besonders vor dem Hintergrund, dass sich dort der Immobilienmarkt stark erholt hat. Lange Zeit zurückgestellte Renovierungen werden jetzt in Angriff genommen. Genau der richtige Zeitpunkt, um Ihnen die Baumarktkette Home Depot vorzustellen.

Die weltweit größte Baumarktkette

Home Depot aus Atlanta wurde 1978 von Bernie Marcus und Arthur Blank gegründet. Heute ist der Konzern der weltweit führende Einzelhändler auf den Gebieten: Heimwerkerartikel, Gartenbedarf und Haushaltswaren. Home Depot betreibt über 2.290 Heimwerkermärkte in 46 Staaten der USA, Kanada, Mexiko, Puerto Rico, Chile und Argentinien. Die Heimwerkermärkte bieten eine Auswahl von rund 40.000 Produkten. Alle neueren Märkte verfügen über ein angeschlossenes Gartencenter. Home Depot konzentriert sich auf den so genannten DIY (Do-it-Yourself) Markt für Haushalts-, Garten- und Heimwerkerartikel.

Home Depot bedient auch die Profis

Home Depot bedient nicht nur den privaten Heimwerker, sondern führt auch Produkte für professionelle Handwerker und Handwerksbetriebe. Hierzu wurden speziell die Einzelhandelskonzepte Home Depot Supply und Home Depot Landscape Supply geschaffen. Home Depot betreibt darüber hinaus in den USA 54 EXPO Design Centers, die als so genannter “Showroom” Anregungen für Design und Dekorationen geben und entsprechende Produkte und Dienstleistungen anbieten. Neben einem speziellen Service für professionelle Kunden bietet Home Depot den Do-it-for-me-Kunden einen Pool an Handwerkern, die diese für Arbeiten an ihrem Haus beauftragen können.

Solide Ergebnisse

Vor dem Hintergrund der herausfordernden Marktbedingungen hat sich Home Depot überraschend gut geschlagen. Im 3. Quartal 2019 ging der Gewinn zwar leicht um 3,4% auf 2,77 Mrd. $ zurück, dafür legte der Umsatz um 3,5% auf 27,2 Mrd. $ zu. Von diesem Gewinn erhalten auch die Aktionäre einen guten Teil. Pro Quartal schüttet der Konzern derzeit 1,50 $ je Aktie aus. Dennoch behält Home Depot genügend Geld, um weiter zu wachsen.

Belastet hat der Handelskrieg zwischen den USA und China gleich zweifach: Zum einen steigen dadurch die Preise mehrerer Zulieferer, die in China produzieren. Zum anderen haben die Kunden aufgrund der wirtschaftspolitischen Spannungen Renovierungen oder Bauvorhaben aufgeschoben. Andererseits profitiert Home Depot von sinkenden US-Zinsen, der geringen Arbeitslosenquote, steigenden Löhnen und dem starken Immobilienmarkt.

Zukunftsorientierte Strategie

Darüber hinaus erntet Home Depot die Früchte seiner zukunftsorientierten Wachstumsstrategie. Die Baumarktkette hat frühzeitig in Digitalisierung investiert und kann Wettbewerbern jetzt online die Stirn bieten. Zudem wurde das Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren um professionelle Handwerker-Dienstleistungen erweitert und Home Depot versteht es hervorragend, umsatzstarke Geschäftskunden bei der Stange zu halten. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung gehe ich davon aus, dass Home Depot das Aktienrückkaufprogramm fortsetzen wird, was den Aktienkurs weiter in die Höhe treiben sollte. Und überhaupt zeichnet sich Home Depot durch langfristig steigende Kursverläufe bei besonders geringen Rücksetzern aus.

Ob Neu- oder Altbau – gewerkelt wird immer

Auf dem Immobilienmarkt werden angesichts von Vollbeschäftigung und steigenden Löhnen mehr Neubauten errichtet. Der US-Wohnungs- und Häusermarkt ist geschäftig wie lange nicht mehr. Und wo ganze Häuser verkauft werden, wird auch das Innenleben angepasst. Und bei bestehenden Altbauten wird mehr Geld in Renovierungen gesteckt. Hauptprofiteure sind natürlich die Baumärkte. Allen voran Home Depot, der unbestrittene Weltmarktführer.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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