Es gibt keinen besseren Zeitpunkt

Der Zeitpunkt ist günstig: Welcher und auf was Sie jetzt besonders achten müssen, das verrät Ihnen unser Börsen-Experte Michael Sturm hier: (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Der DAX-Index hat vor gut 2 Wochen seinen bisherigen Allzeithochpunkt markiert; er lag bei 12.951,54 Punkten.

Seitdem läuft eine Konsolidierung, die ihn bis auf 12.319 Punkte im Tief absacken ließ – ein sattes Minus von -631,54 Punkten.

Ausgelöst wurde das Ganze durch absackende Ölpreise und v. a. der Rede von EZB-Chef Mario Draghi.

Er gab zu verstehen, dass niedrige Inflation kein Thema mehr sei und erzeugte am Markt damit die Meinung, dass das QE der EZB (Liquiditäts-Spritzen der EZB / Anleihekauf-Programm) nun doch nicht mehr verlängert wird.

In erster Reaktion rauschte der Bund Future in den Keller, die Zinsen zogen an und auch der DAX ging auf Tauchstation.

Die Konsolidierung im DAX-Index kam aber nicht sehr überraschend, denn sie deutete sich bereits an:

Das sehen Sie hier im kurzfristigen 1-Monats-Chart vom DAX-Index:

DAX 060717 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Runter mit Ansage

Im 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index sehen Sie ein charttechnisch mustergültiges sogenanntes „Round Top“ (roter Bogen).

Innerhalb dieser Top-Ausbildung wurde mehrfach der Ausbruch nach oben versucht.

Doch trotz Dynamik mit teilweise sogar auch Aufwärts-GAPs (schwarze Ellipsen) fielen die Kurse schnell wieder auf die Unterstützungs-Linie zurück (grüne Horizontale).

Diese lag bei 12.675 Punkten und fungiert nach dem fast unvermeidbarem Durchbruch nach unten nun als Widerstand.

Selbst die recht gute Unterstützungs-Marke bei 12.500 Punkten riss der DAX-Index ein. Erst bei etwa 12.325 Punkten kam die Talfahrt zum Stoppen.

Damit ergeben sich 2 Treppen mit einer Stufenhöhe von jeweils 175 Punkten, die nun als Widerstand vor dem DAX-Index liegen.

Fazit:

Der DAX-Index hat die erste horizontale Unterstützung (grüne Horizontal-Linie) bei 12.675 Punkten und auch die 2. Unterstützung (blaue Horizontal-Linie) bei 12.500 Punkten nach unten durchstoßen.

Beide Niveaus stehen ihm nun als Widerstand auf einem eventuellen neuen Angriff auf die 13.000 Punkte im Weg.

Das bedeutet für Sie, erst einmal zuzuschauen. Denn ein schneller Anstieg über beide Widerstände hinweg scheint nicht die größten Chancen zu haben.

Da muss definitiv auch  einmal nach unten geschaut werden. Wie weit könnte eine Konsolidierung sich noch ausweiten?

Dazu blicken wir in das mittelfristige 1-Jahres-Chartbild vom DAX-Index:

DAX 060717 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

DAX-Index an einer wichtigen Schwelle

Im mittelfristigen Chartbild sehen Sie zunächst den mustergültigen Aufwärts-Trendkanal (dunkelblauer Trendkanal).

Innerhalb dieses Trends hangelte sich der DAX-Index seit etwa 1 Jahr nach oben. Seit Dezember 2016 wechselte er auf die Überholspur in die obere Hälfte des Trendkanals.

Dabei bot ihm die untere Begrenzung des innenliegenden Unterstützungs-Trends (hellblaue Trendlinie) immer wieder eine gute Unterstützung.

Sie hat bis zuletzt bei etwa 12.500 Punkten geholfen. Dennoch ist der DAX-Index nun darunter gefallen.

Das bedeutet, es könnte sich eine neue Phase ausbilden, die den DAX-Index bis auf das untere Begrenzungs-Niveau des mittelfristigen Aufwärts-Trendkanals drücken könnte(roter Pfeil).

Darauf kommt es jetzt an: Gelingt dem DAX-Index die Rückkehr nach oben über das hellblaue Band oder gelingt es ihm nicht?

Hält es aber nicht, dann müssen Sie mit weiteren Kursverlusten rechnen. Als schnell Ziel ist da zunächst die 12.000er-Marke auszumachen (untere blaue Begrenzungs-Linie).

Aber noch ist es nicht soweit. Denn zur Hilfe für eine eventuelle Wende an der hellblauen Unterstützungs-Linie kommt zusätzlich die horizontale Unterstützung aus 2015.

Dies wird erst aus dem langfristigen 10-Jahres-Chart vom DAX-Index ersichtlich:

DAX 060717 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Am Entscheidungs-Niveau

Im langfristigen Chartbild vom DAX-Index habe ich Ihnen den Hochpunkt aus dem Jahr 2016 markiert (roter Pfeil).

Er lag mit 12.390 Punkten in der Region, wo sich der DAX-Index aktuell abmüht, einen Boden auszubilden.

Dieser ehemalige Allzeithochpunkt ist auf jeden Fall eine zusätzliche Stütze für den Markt.

Ob sie ausreicht, zusammen mit der hellblauen Trendunterstützung aus dem mittelfristigen Chartbild dem DAX-Index wieder die Wende nach oben zu ermöglichen, bleibt zweifelsfrei ein 50:50-Spiel.

Nach unten wäre dann eine ausgedehntere Konsolidierung bis zur Marke von etwa 11.250/11.500 Punkten möglich. Dort liegt auch das letzte markante Zwischenhoch von November 2015.

Fazit

Dass die 13.000 fallen wird, sehe ich immer noch mit einer großen Wahrscheinlichkeit.

Die aktuell ablaufende Konsolidierung gibt dem Markt neue Kraft und ist eher als gesund anzusehen, denn als ungesund.

Mein Rat: Jetzt erst einmal aus dem Markt heraushalten! Der Sommerurlaub könnte nicht besser geplant werden.

Warten Sie ab, bis entweder die 12.675 überwunden oder die 12.000 als 1. Einstiegs-Niveau erreicht wird.


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Von: Michael Sturm. Über den Autor

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