Es ist etwas im Busch: Nach Gold steigt jetzt auch der Ölpreis

Bei 53 US-Dollar pro Barrel ist bei Brent Crude der Deckel drauf.

Das stimmte die vergangenen Monate, doch seit heute ist auch diese Hürde geknackt:

Nach Gold wird jetzt auch Öl teurer – weitere Anzeichen für eine Eskalation mit Nordkorea?

Brent Crude Chart in der Analyse

Sie senden den Tages-Chart von Rohöl seit Mitte März diesen Jahres.

Der breite Abwärts-Kanal wurde Ende Juli gebrochen. Damals stiegen die Kurse von 45 US-Dollar Ende Juni auf 53 US-Dollar innerhalb von etwa 5 Wochen.

Dann war das Ende der Fahnenstange erreicht: Die Bullen stießen sich regelmäßig den Kopf an der 53-US-Dollar-Marke. Diese war einfach nicht zu bezwingen.

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In einer ganz engen Seitwärts-Phase verliefen die Kurse seit Ende Juli. Die Preise für Rohöl schwankten innerhalb von lediglich 3 US-Dollar!

Die 200-Tage-Linie in Grün eingezeichnet kann inzwischen getrost ignoriert werden. Die Kurse verlaufen kreuz und quer durch diesen oftmals wichtigen Widerstand.

Doch bei Brent ist diese Linie nur noch bedeutungslos.

Wohin geht die Reise von Öl?

Das ist die alles entscheidende Frage. Als es beispielsweise das Öl-Embargo des Irans gab (Mitte 2012), stand der Rohölpreis bei 100 US-Dollar.

Ende 2014 ging es dann erst mit den Preisen wieder bergab; ein Kursrutsch auf 50 und später 30 US-Dollar sollte folgen.

Dass Öl bald wieder auf 100 US-Dollar steigt ist sehr unwahrscheinlich. Die nächsten Widerstände im Chart sind die 58-US-Dollar Marke gefolgt von 69 US-Dollar.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber immerhin hat es Brent geschafft den öden Seitwärtstrend zu verlassen.

So richtig viel Luft ist nach oben erst einmal nicht, aber lassen wir uns überraschen, ob die Kurse tatsächlich über der blauen Linie bleiben. Der Kampf ist nämlich noch nicht gewonnen.

Rohlöl-Trading mit Optionen

Öl ist im Gegensatz zu Devisen viel entspannter zu handeln.

Die Preise für Rohöl schwanken zwar, aber selten so extrem und schnell wie bei Währungen. Deshalb fühlen sich hier die meisten Optionen-Händler wohler.

Sollte sich jetzt nach dem vermeintlichen Ausbruch aus der Seitwärts-Phase ein neuer Trendkanal bilden, kann daraus auch eine Trading-Idee entstehen.

So können Sie dann passende Kontrakte kaufen, die in dieselbe Richtung tendieren.

Durch eine geschickte Auswahl der richtigen Optionen verhindern Sie sogar einen Verlust, falls der Ölpreis doch anders als geplant verlaufen sollte.

5. September 2017

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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