Es läuft gut bei den Sportartikel-Herstellern

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Handelsstreit, Iran-Krise, Rezessionsängste, alles das belastet die Sportartikel-Hersteller kaum, bestes Beispiel adidas. (Foto: OlegDoroshin / Shutterstock.com)

Es läuft gut bei den Sportartikel-Herstellern, so konnte die adidas-Aktie seit Anfang Januar mehr als 50% zulegen – mehr als jeder andere DAX-Wert. Ob Handelsstreit, Iran-Krise, Rezessionsangst, die adidas- Aktie scheint von all dem völlig unberührt. Der Konzern hat das beste Geschäftsmodell der Sportartikelunternehmen unter unserer Beobachtung und dominiert offensichtlich die aktuell wichtigsten Themen.

Kurz vor dem Firmenjubiläum hat sich adidas seinen Aktionären mit Rekordzahlen präsentiert. „Wir werden zwar im August 70 Jahre, fühlen uns aber fit wie ein Turnschuh“, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted auf der Hauptversammlung. Für adidas läuft es seit Jahren wie am Schnürchen, Rorsteds Amtszeit ist bislang eine astreine Erfolgsstory.

Puma ist gefragter denn je

Die Shirts, Shorts und Turnschuhe von Puma waren begehrt wie noch nie in der 70-jährigen Geschichte des Unternehmens. Das 1. Quartal war das Beste in der Firmengeschichte. Der Umsatz von rund 1,32 Mrd. € ist der höchste, den der Konzern jemals in einem Quartal erreicht hat. Das gute Geschäft sorgte auch für einen Gewinnsprung.

Unterm Strich blieben 94,4 Mio. € übrig. Die Aufbauarbeit von Björn Gulden zahlt sich immer mehr aus. Als er den Posten des CEOs übernahm, lag Puma am Boden. Gulden steckte seither viel Geld in den Umbau. Jetzt erobert er wieder mehr Platz in den Regalen der Händler, die Puma lange immer weiter nach hinten geschoben hatten. Inzwischen holt sich Puma verlorene Marktanteile jedoch wieder zurück.

Under Armour will zurück in die Spur

Bei Under Armour prägten Umbauarbeiten das vergangene Jahr. Under Armour präsentierte für 2018 immerhin überraschend solide Zahlen. Unterm Strich stand aufgrund hoher Restrukturierungskosten zwar erneut ein Verlust, aber die Resultate im 4. Quartal hatten die Erwartungen übertroffen. Dank drastischer Sparmaßnahmen und steuerlicher Sondereffekte konnte sogar ein kleiner Gewinn ausgewiesen werden.

Während auch im 1. Quartal in Nordamerika der Umsatz zurückging, stieg er im internationalen Geschäft im zweistelligen Prozentbereich, angetrieben von einem starken Wachstum in der Region Asien-Pazifik. Entsprechend dem Fünfjahresplan will Under Armour bis 2023 ein niedriges, zweistelliges Umsatzwachstum erreichen. Die jährliche Wachstumsrate soll in einem mittleren bis hohen einstelligen Bereich liegen. Basis des Wachstums soll das internationale Geschäft sowie das Direktkundengeschäft sein.

Neu in der Beobachtung: lululemon athletica

Meine Neuaufnahme in die Aktien-Analyse lululemon athletica entwickelt und vertreibt Sportbekleidung und -zubehör für Frauen, Männer und Jugendliche. Angeboten werden Hosen, Shorts, Tops und Jacken. Außerdem sind Fitnesszubehör wie Taschen, Socken, Unterwäsche und Yogamatten im Angebot. Dank Yoga-Boom laufen die Geschäfte hervorragend. Denn lululemon deckt sämtliche Bereiche des Yogas ab und zählt inzwischen zu den 10 wertvollsten Bekleidungsmarken der Welt. Zur Wachstumsstrategie gehört auch der Ausbau der Kategorien. Die Aussichten sind hervorragend.

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Börsengang: Exasol AG neu an der BörseAn der Frankfurter Börse ist gestern der erste Börsengang des laufenden Jahres verzeichnet worden. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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