ETF Sondervermögen: Wieso Sie nur so Ihre ETF Sicherheit maximieren können

Zunächst einmal: ETFs sind eine gute Wahl. Sie sind kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds und haben anders als Zertifikate Vermögen, das Ihnen als Anteilseigner zur Verfügung steht.

Die einzige Frage: steht das Vermögen auch anderen offen?

ETF Sondervermögen schützt Sie vor Emittentenrisiko

Ich spreche vom ETF Sondervermögen. Ist das Vermögen des Fonds ausgegliedert als Sondervermögen, können Externe hierauf nicht zugreifen. Das Geld/das Vermögen ist sicher. Das nenne ich vollständigen Kapitalschutz.

Nicht alle ETFs haben jedoch Sondervermögen ausgegliedert, so dass im Konkursfall das Vermögen auch anderen Gläubigern offen steht. Diese sind regelmäßig gleichrangig Ihnen gegenüber.

Eine kleine Falle zwar nur, aber immerhin. Wer 100 prozentigen Kapitalschutz sucht, braucht ETF Sondervermögen, da nur so der Zugriffsschutz greifen kann. Kurz: ETF Sondervermögen = ETF Sicherheit.

Die Ausnahme: ETF Sicherheit ohne ETF Sondervermögen

Da wir jedoch derzeit überhaupt keine Gefahr für den Fonds oder die Fondsgesellschaft sehen, empfehlen wir auch ohne Sondervermögen den Xetra Gold-Fonds. WKN: A0S9GB.

Aber vergessen Sie dabei nicht: Es handelt sich um eine Ausnahme und diese gilt bekanntlich nur im Rahmen der allgemeinen Regel. Achten Sie damit generell lieber auf Ihre ETF Sicherheit durch ETF Sondervermögen.

ETF: Gebühren verstecken sich im Detail

ETFs (börsengehandelte Fonds) sind kostengünstig. Dies ist unbestritten, verdeckt aber eine unschöne Wahrheit. Auch hier wollen die Emittenten Geld verdienen, wo es nur geht. Ein unerfreuliches Beispiel: die kaum bekannten Rücknahmekosten.

ETF: Gebühren bei Rücknahme

Wer aus welchen Gründen auch immer nicht über die Börse handeln möchte, kann auch ETFs bei der Fondsgesellschaft zurückgeben. Die Ausgabe der Fonds bei der Gesellschaft ist (oft) kostenfrei, aber:

Die Rücknahme kostet ebenso oft Geld. So etwa bei einem „DB X-Tracker auf den DJ EuroStoxx“. Stolze drei Prozent berappen Investoren für diesen Fonds dann. Und die wollen erst einmal verdient sein… Weitere Kosten ergeben sich im Handel selbst:

Etwa durch die so genannte Wertpapierleihe, die das Fondsmanagement vornehmen darf. Insgesamt aber ist die Kostenbelastung tatsächlich gering.

ETF: Gebühren an der Börse sind geringer

Kaufen und verkaufen Sie ETFs tatsächlich nur über die Börse. Die dortigen Kosten sind gering: der „Spread“ (Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen) beträgt oft noch nicht einmal 0,2 Prozentpunkte. Den hier vorgestellten „DB x-trackers DJ Euro Stoxx 50“ können Sie tatsächlich kaufen. WKN: DBX1ET.

23. Dezember 2009

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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