EU-Kommissionspräsident Barroso will ganzen Balkan in die EU aufnehmen

Liebe Leser,

jetzt sehen Sie immer mehr, wie sehr die Europäische Union (EU) auf Expansion angewiesen ist: EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hat sich nun dafür ausgesprochen alle Länder des Balkans mit in die EU aufzunehmen. Sogar das Kosovo, sowie Bosnien-Herzegowina und Albanien sind mögliche Beitrittskandidaten.

Zwar gelten auch hier Bedingungen für den Beitritt, aber nach Barrosos Meinung würden langfristig alle Balkan-Länder aufgenommen, auch wenn diese Länder noch vor wenigen Jahren im Krieg gegeneinander gestanden hätten – gerade hier sei jedoch die EU ein wichtiger Hebel zur Befriedung der Region.

Auch der Türkei müsste ein EU-Beitritt ermöglicht werden. Dieses Land sei ein großes, wirtschaftlich und geopolitisch wichtiges Land, dessen Reformprozess seiner Meinung nach im EU-Interesse sei.

Während die bisherigen armen EU-Länder – wie Rumänien und Bulgarien – schon massive Probleme haben, unter den EU-Regeln zu wirtschaften, sollen jetzt noch ärmere Staaten ins Boot geholt werden. Länder die erst einmal – durch unsere EU-Beiträge – auf ein annehmbares wirtschaftliches Niveau gehoben werden müssten.

Als letztes EU-Land wurde dieses Jahr am 1. Juli Kroatien aufgenommen – die neuen EU-Staaten werden immer ärmer. So sorgen gerade die neuen Länder dafür, dass erst einmal viele Zahlungen in diese Länder fließen, bevor überhaupt erst einmal ein zählbarer Erfolg für die starken Länder wie eben Deutschland erkennbar ist.

Ständiges Wachstum gefährdet die Stabilität – das war auch schon in der Sowjetunion so

Mich erinnert das alles an große Reiche in der Geschichte, wie das Römische Reich oder die Sowjetunion, die nicht zuletzt am Krieg zur Aufnahme von Afghanistan scheiterte: Sobald diese Reiche nicht mehr wachsen konnten, gingen sie unter.

Auch die EU ist auf ständige Expansion angewiesen, um weiter existieren zu können. Doch dem stehen die wachsenden  Kosten für die immer ärmeren Staaten gegenüber, die aufgebracht werden müssen, um diese neuen Staaten überhaupt „EU-reif“ zu machen.

Daran sehen sie, wie die EU eben kein stabiles Gebilde ist, sondern bereits ihrem Ende entgegengeht. Der nächste Wirtschaftscrash wird nicht nur den Euro, sondern die ganze EU in Bedrängnis bringen und einen Zerfallsprozess einleiten.

Diese Einschätzung ist bislang noch selten zu hören. Doch das wird sich ändern. Auch mit meinen Warnungen vor einer bevorstehenden Krise des Euros stand ich im Jahr 2000 ziemlich alleine da – doch 2008 kam sie dann auch.

Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie sich nicht auf die blumigen Worte von EU-Vertretern verlassen, sondern ihre Vorkehrungen für den zwangsläufig kommenden Crash weiter aktiv fortsetzen. Das tun sie, indem Sie Ihr Vermögen breit diversifizieren – so bleiben Sie in der Krise auf jeden Fall flexibel.

Herzlichst Ihr

Günter Hannich

28. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Günter Hannich. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt