EU verschärft Handelskrieg gegen China

Die scheinheilige politische und mediale Volksverdummung hinsichtlich der US-Strafzölle geht weiter. Hier erfahren Sie alle Hintergründe. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Die Scheinheiligkeit der deutschen Politik und der ihr eifrig nachhechelnden Mainstream-Presse kennt keine Grenzen.

Ein neues Beispiel dafür ist die Aufregung um die US-amerikanischen Strafzölle, auch wenn die EU zumindest in absehbarer Zeit wohl verschont bleibt.

Hätten Sie es gewusst?

Denn schon längst treibt Deutschland die EU gegen einen Handelskrieg mit China an. Sie wissen jetzt: Die EU hat selbst protektionistische Maßnahmen (z.B. Strafzölle) gegen chinesische Konzerne erhoben.

Die europäischen Strafzölle betragen durchschnittlich rund 46 Prozent, reichen jedoch bis 126 Prozent.

Die Angst vernebelt die Köpfe

Grund dafür ist die europäische/deutsche Angst vor einem weiteren unerwünschten Technologietransfer der Chinesen, der mittelfristig – und vor allem die hiesige -Exportwirtschaft benachteiligt.

Diese sogenannten Antidumpingmaßnahmen gegen China wurden bereits 2011 eingeführt und in den darauffolgenden Jahren verlängert. Zuletzt im März 2018.

EU verurteilt die USA für ihren Protektionismus und macht dasselbe

Und wissen Sie, mit welchen Worten die EU-Kommission diese Maßnahmen verteidigt? Mit denselben, wie Trump:

Die europäischen Stahlhersteller sollen vor unfairen Handelspraktiken auf dem Stahlmarkt geschützt werden. Denn dieser leide unter einer weltweiten Überkapazität. Vor allem wegen des chinesischen Stahls.

EU verschärft Handelskrieg gegen China

Aber das ist noch längst nicht alles an den herkömmlich verschwiegenen Infos im Handelskrieg gegen die Volksrepublik. Denn die EU hat Ende 2017 ihre Maßnahmen gegen die Volksrepublik verschärft.

So verweigern neue EU-Richtlinien China nach wie vor die Anerkennung als Marktwirtschaft durch die WTO. Diese jüngst erlassenen europäischen Richtlinien sollen ermitteln, inwiefern staatliche Interventionen zu einer Marktverzerrung in den Exportländern führen.

So hart greifen die Europäer gegen die Chinesen durch

Diese Taktik erleichtert Brüssels Vorgehen, Handelsbeschränkungen auf Produkte zu erlassen, die scheinbar durch Unterstützung des chinesischen Staates im Preis gedrückt wurden.

Neben den herkömmlichen Stahlprodukten sind davon nun auch Lebensmittel, Haushaltsgeräte, Solarpanels und Fahrräder aus dem Reich der Mitte betroffen. Sprich auch diese werden mit EU-Strafzöllen belegt.

Wie hart die Europäer wirklich durchgreifen zeigt auch die Tatsache, dass seit Mitte 2017 etwa 100 Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Hersteller angestrengt wurden.

Scheinheiligkeit und politische und mediale Volksverdummung

Scheinheiliger geht es nicht mehr oder was meinen Sie? Da kann man wieder einmal nur den Kopf schütteln über die politische und mediale Volksverdummung. Und niemand von der Mainstream-Presse schreibt darüber.

Keiner unserer so hochgelobten Qualitäts-Journalisten macht vor laufenden Kameras einen der hiesigen Politiker darauf aufmerksam, dass Deutschland doch dasselbe mit China macht, wie Trump jetzt auch.

Mehr noch: Die EU führt längst schon einen Handelskrieg gegen das Riesenreich.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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