EUR/USD findet Boden | DAX tanzt mit der 13.000

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Der Euro hat anscheinend sein Tief vorerst entdeckt. Bei 1,18 drehten die Kurse. Dagegen tritt der DAX auf der Stelle. Die 13.000 Punkte wirken magnetisch. (Foto: Deutsche Börse AG)

Der Euro hat eventuell sein Tief gefunden. Bei 1,18 haben die Kurse jetzt gedreht und laufen derzeit Richtung 200-Tagelinie. Ob es hier gleich wieder darüber hinaus geht, bleibt vorerst offen. Normalerweise ist die SMA-200 durchaus ein gewichtiger Widerstand. Immerhin wurde die Durchschnittslinie seit Juni 2017 zum ersten Mal wieder durchbrochen.

Wie Sie im Chart sehen, sprangen die Kurse damals mit einem Gap über die 200-Tagelinie. Seitdem ging es stetig aufwärts. Von 1,08 setzte sich der Trend fort bist über 1,25. Doch dort war dann das Ende erreicht.

Vielleicht hilft die aktuelle Konsolidierung und es gibt einen neuen Anstieg. Der Bereich zwischen 1,22 und 1,25 ist jedoch hart umkämpft. In dieser Spanne pendelten die Kurse seit Jahresbeginn. Dass wir dort schnell durchschießen, ist eher unwahrscheinlich.

Alternativ testet das Währungspaar die SMA-200 von unten und läuft dann wieder zurück. Das wäre ein negatives Zeichen und wir müssten mit weiter fallenden Kursen rechen. Vielleicht wäre dann erst etwa bei 1,16 Schluss. Dort liegt das Herbsttief des vergangenen Jahres.

DAX tanzt mit den 13.000 Punkten

Lambada. Eng umschlugen. So sieht der DAX-Chart aktuell aus. Doch so richtig heiß geht es derzeit gar nicht her. Es ist relativ wenig Bewegung zu sehen. Und das schon seitdem wir die 13.000 letzte Woche erreicht haben.

Ist das ein gutes Zeichen? Jein. Klar, wir befinden uns immerhin noch auf dem Niveau von fast 13.000 Punkten. Ein Rückfall unter die 12.855 wäre sehr negativ. Dort liegt ein Tief von Mitte letzter Woche. Doch so richtig positiv sieht der DAX auch nicht aus. Vor allem bilden wir gerade tiefere Tiefs im Stundenchart.

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Es fehlt ein entscheidender Funke, der die nächste Rakete im DAX zündet. Ewig wird diese enge Seitwärtsphase nicht weitergehen. Deshalb machen Sie sich darauf gefasst, dass hier bald eine Bewegung kommt.

Auch wenn wir gerade tiefere Tiefs ausbilden, könnte sich daraus eine „Bullenflagge“ ergeben. Dabei laufen die Kurse eine Weile bergab, nur um dann wieder nach oben auszubrechen.

Die 200-Tagelinie im DAX-Tageschart liegt übrigens heute bei 12.686. Wir notieren also etwa 300 Punkte darüber. Das kann sich durchaus sehen lassen. Schließlich haben wir Mai. Es wäre nicht verwunderlich, wenn wir aktuell die höchste Kurse der kommenden Monate erleben. Der übliche Zyklus sagt, dass der DAX in den nächsten Wochen und Monaten fallen wird.

Möglicherweise gibt es ausgerechnet dieses Jahr eine Überraschung. Die Chance darauf bleibt, wenngleich sie sehr gering ist. Dass der Euro seit Mitte letzter Woche anzieht, stört den DAX sowieso nicht. Im Gegenteil: Von Januar bis Mai verliefen die beiden Chart genau gegensätzlich. Nur davor herrschte Einigkeit. Das zeigt der folgende Verlauf.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.