Euro Entwicklung: Krise war vorprogrammiert

Die Entwicklung des Euro und die Krise, die dieser auslöst, war von Anfang an programmiert. Prof. Bernd Senf wusste dies und ist überrascht, (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die heutigen Probleme des Euro, welche insbesondere durch die Südschiene forciert werden, sind möglicherweise kein Zufall, sondern sogar bewusst und gewollt in Kauf genommen worden.

Denn der Euro könnte das Gegenteil von dem bewirken, was die Politiker ihm einst als Aufgabe zugedacht haben: Die Gemeinschaftswährung könnte die Gemeinschaft sprengen.

Ist der Euro der Untergang der Gemeinschaft

Die Probleme werden in Zukunft jedenfalls nicht kleiner, sondern größer. Der Euro ist Gift für die schwachen ebenso wie für die starken Mitgliedsländer.

Letztlich ist mit der Einführung des Euro die Enteignung deutschen Volksvermögens eingeleitet werden. Dieser Prozess verstärkt sich durch die Unterstützung der Südschiene, welche mit Produkt-Information Griechenland ihren Anfang genommen hat.

Bricht nun auch das Geldsystem zusammen?

Die Euro-Krise ist jedoch nicht nur ein währungsspezifisches Phänomen. Die Krise reflektiert auch das Endstadium unseres Geldsystems. Dieses beruht auf eine stetige Ausweitung der globalen Schuldenmenge.

Schulden können jedoch nicht unendlich gesteigert werden. Irgendwann ist Schluss. Das zeigt Griechenland in aller Deutlichkeit. Insofern ist Griechenland nur der Anfang einer Entwicklung.

Die Euro-Krise wird uns noch sehr viel Geld kosten

bislang lief die Diskussion über den Euro-Rettungsschirm in Deutschland nur im Hintergrund ab. Aber jetzt kommt Fahrt in die Sache. In dieser Woche gab es deutliche Kritik an der Bundesregierung für ihr Verhalten rund um den Euro-Rettungsschirm.

Das äußerte sich zum einen im Bundestag. Zum anderen kritisiert der Bundesrechnungshof die unkalkulierbaren finanziellen Risiken für Deutschland.

Der Bericht des Bundesrechnungshofes hat ohne Frage die Parlamentarier in Berlin aufgeschreckt. So kommen die Finanzexperten zu dem Urteil, dass es in Zukunft zu automatischen und nahezu unbegrenzten Hilfszahlungen kommen kann, ohne weitere Zustimmung aus dem Bundestag.

Hier hat die EU einmal mehr kräftig in nationale Entscheidungen eingegriffen.

So wie es jetzt aussieht, ist damit die Souveränität der Bundesregierung in Haushaltsfragen nach Brüssel übertragen worden. Hier regt sich nun deutlicher Widerstand aus verschiedenen Parteien. Und das mit Recht. Denn sollte der ständige EU-Rettungsschirm tatsächlich benötigt werden, wird es für Deutschland sehr teuer.

Direkte Hilfe und Garantien von Deutschland

Schon jetzt ist klar, dass 22 Mrd. Euro als direkte Hilfe für den Hilfsfonds nach Brüssel überwiesen werden müssen. Zusätzlich steht Deutschland dann aber mit Garantien in Höhe von mehr als 160 Mrd. Euro bereit. Aber die Finanzierung der insgesamt 80 Mrd. Euro ergeben sich doch einige Ungereimtheiten:

So sollen finanziell unter Druck stehenden Länder wie Spanien oder Italien hohe Milliardensummen in den Rettungsfonds einzahlen. Für Italien beträgt die Summe 14,3 Mrd. Euro. Bei Spanien sind es immerhin noch gut 9,5 Mrd. Euro.

Woher kommt das Geld?

Selbst wenn diese Länder die Mittel zur Verfügung stellen können, so stellt sich aktuell die Frage, wo die EU-Pleitekandidaten Griechenland und Portugal die jeweils rund 2 Mrd. Euro für den Rettungsfonds hernehmen wollen? Aktuell erhalten beide Länder erst einmal Hilfen aus Brüssel.

Und wer kann heute schon sagen, wie beide Länder in zwei Jahren finanziell aufgestellt sind. Für Deutschland als finanzkräftiges Land in der Euro-Zone besteht ganz klar die Gefahr, massiv Geld in ein Fass ohne Boden zu stecken.

Das Abenteuer Euro-Rettung wird uns auf jeden Fall noch lange beschäftigen – und wohl auch noch viel Geld kosten.


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Michael Mross
Von: Michael Mross.

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