Euro im Bullenmarkt oder US-Dollar im Bärenmarkt?

Der Euro steigt und steigt. Haben wir tatsächlich zum Jahreswechsel eine Trendwende erlebt und wurde dort der neue Bullenmarkt eingeleitet? (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Der Euro steigt und steigt. Haben wir tatsächlich zum Jahreswechsel eine Trendwende erlebt und wurde dort der neue Bullenmarkt eingeleitet?

Die Wahlen in Frankreich feuerten den Euro im Vergleich zum US-Dollar an. Und auch nach der Wahl von Macron und dem ersten Abverkauf scheint der Trend sich fortzusetzen.

EUR/USD im Trendkanal

Unten sehen Sie den Tageschart des Währungspaars EUR/USD. Schön zu sehen, wie die Kurse seit dem Beginn des Jahres den Euro favorisieren.

Die von Teilen des Marktes befürchtete Parität – wenn 1 € = 1 US-Dollar – ist somit abgewendet worden.

Aber liegt das jetzt tatsächlich an der Stärke des Euros oder an einer Schwäche des US-Dollars?

chart1

Alleine dieser Chart wird uns die Antwort darauf nicht geben. Wenn 2 sich duellieren, sehen wir nur, wer gewinnt, nicht aber, warum.

Deshalb ist es wichtig, einen Duellanten aus dieser Gleichung zu entfernen; wir machen quasi einen börslichen Dreisatz.

Schauen wir uns noch das Währungspaar US-Dollar und Yen an: Wenn auch hier der US-Dollar verliert, wissen wir, wer am gestärkten Euro die Schuld trägt.

Yen ist er stark, beginnt aber zu schwächeln

Auch hier betrachten wir den Tages-Chart im selben Zeitfenster. Wie Sie unten erkennen, gehen die Kurse erst einmal nach unten.

Weil dieses Paar USD/JPY heißt, bedeuten fallende Kurse hier einen schwachen US-Dollar. Mitte Mai gibt es hier aber plötzlich eine Richtungs-Änderung.

chart2

Auch wenn sich noch kein richtiger Trendkanal bilden konnte: Die Kurse laufen eindeutig wieder Richtung Norden.

Sollte das Hoch von Anfang März auch noch überwunden werden, können die Kurse sogar noch weiter steigen.

Unter dem Strich legt also der US-Dollar im Vergleich zum Yen seit gut einem Monat zu. Wie verträgt sich diese Aussage jetzt mit dem obigen EUR/USD-Chart?

Optionen sind besser als AktienDenken Sie, dass die Aussage im Titel eine gewagte Behauptung ist? – Nun denn, ich trete den Beweis an. Ich empfehle Ihnen Optionen aus voller Überzeugung. Denn die sind manipulationsgeschützt,… › mehr lesen

Lösen wir den Dreisatz nach US-Dollar auf, verliert dieser sowohl gegen den Euro, als auch den Yen seit Jahresbeginn.

Mitte Mai wirkt der US-Dollar im zweiten Chart wieder stark. Der obige Chart zeigt aber, dass der Euro weiterhin an Stärke gewinnt.

Somit ist das Ergebnis:

Der japanische Yen ist aktuell die schwächste der 3 Währungen. Er verliert deutlich seit etwa 4 Wochen. Der US-Dollar kann davon profitieren.

Allerdings ist der US-Dollar weiterhin schwächer als der Euro. Das erklärt auch, warum der EUR/JPY (nicht abgebildet) aktuell sein Jahreshoch weiter ausbaut.

Von allen 3 Währungen ist der Euro derzeit die stärkste Kraft.

Binäre Optionen handeln

Optionen an der Börse und binäre Optionen sind 2 Paar Stiefel:

Während Optionen im reellen Markt gehandelt werden, funktionieren binäre Optionen eher wie Roulette. Binäre Optionen werden nicht reguliert. Die Gefahr einer Manipulation ist hoch.

Die relativ neue Form der Wette auf Börsenkurse ist aber für viele Spieler aus dem Bereich der Sportwetten ein Einstieg in die Börse.

Bei den binären Optionen tippen Sie dabei als Spieler, ob ein Kurs über oder unter einem bestimmten Wert liegt – und das alles innerhalb weniger Minuten.

So können Sie zocken und hoffen, dass sie richtig liegen. Besonders ertragreich ist das für die Anbieter.

Denn wenn der Spieler falsch getippt hat, verliert er seinen kompletten Einsatz. Lag er dagegen richtig, gewinnt er meist zwischen 60 und 90%.

Wenn die Chance 50:50 ist, wie sich der Kurs in den nächsten Minuten entwickelt, verlieren Spieler logischerweise auf lange Sicht.

Denn selbst, wenn sie jedes 2. Mal richtig liegen, fehlen ihnen 10 – 40% des Gewinns, um einen Verlust auszugleichen.

Suchen Sie sich stattdessen lieber einen Freund und werfen Sie eine Münze! – Die Siegchance ist ähnlich und es werden immer 100% ausbezahlt.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.