Euro-Krise wird immer mehr zur EU-Krise

Die Euro-Krise ist noch nicht überwunden.

Doch schon zeigt sich, dass auch die Akzeptanz des Modells Europäische Union von den Bürgern immer weniger anerkannt wird.

Aktuelle Umfrage bestätigt dieses Bild

Laut einer aktuellen Umfrage von Ipsos Mori wollen schon jetzt 45% aller Europäer ein Referendum in ihrem Land über den Verbleib in der EU.

Dies Ergebnis zeigt ihn ganz deutlich, dass die bevorstehende Abstimmung über den Brexit in Großbritannien auch in vielen anderen europäischen Ländern durchaus möglich ist.

Besonders hoch ist beispielsweise der Wunsch nach einem EU-Austritt in Italien. Dort wollen immerhin schon fast 48% der Befragten genau diesen Schritt gehen.

Im Vergleich dazu ist in Deutschland die Akzeptanz für die Europäische Union noch groß: Hier bei uns wollen nur 34% die Werte-Gemeinschaft verlassen. Im Durchschnitt der EU liegt der Wert im Übrigen bei 33%.

Positiv formuliert heißt das, dass immerhin noch 2/3 der EU-Bürger vom Modell der Europäischen Union überzeugt sind.

Doch eines ist auch klar: Hätten Sie diese Umfrage vor 3 oder 4 Jahren gemacht, wäre der Prozentsatz hier sicherlich noch deutlich höher ausgefallen.

Die Euro-Krise und die nicht vorhandene europäische Einheit bei der Flüchtlings-Frage haben sicherlich der Europäischen Union als Ganzes stark zugesetzt.

Die Zeit der stabilen EU ist vorbei

Jahrelang galt nicht nur der Euro sondern auch die Europäische Union als stabil. Doch beginnend mit der Währung steht jetzt eben auch das ganze Projekt Europäische Union auf dem Prüfstand.

Das zeigen auch weitere Ergebnisse dieser Umfrage. So halten es 48% der Befragten EU-Bürger für möglich, dass nach einem Austritt Großbritanniens weitere Staaten diesen Schritt vollziehen werden.

An solchen Umfrage-Ergebnissen sehen Sie eines ganz deutlich:

Der Moloch Brüssel mit seinen undurchschaubaren Bürokratie-Ebenen und dem massiven Einfluss auf die nationalen Regierungen verliert immer mehr an Unterstützung.

Für Sie als Investor bedeutet das, dass Sie auf jeden Fall ihr Vermögen auf verschiedene Anlageklassen streuen und auch Alternativen zum Euro im Depot haben sollten.

Persönlich empfehle ich hier die beiden Fremdwährungen Schweizer Franken und norwegische Krone.

11. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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