Euro-Rettung: Es bleibt ein Fass ohne Boden

Die Rettungsmaßnahmen für den Euro kosten viel Geld und werden in letzter Konsequenz das Ende der Währung nicht aufhalten können. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Euro-Rettung und der ESM Vertrag werden uns in den Medien gerne als die Lösung der Euro-Krise verkauft. Doch dem ist nicht so. Für mich ist es eher so: Der ESM vertrag ist ein neuer Vertrag von Versailles, der die staatliche Autorität gefährdet.

Uns muss schon klar sein, dass auch unsere Enkel noch für die Euro-Rettung bezahlen werden. Daher bietet sich auch der Vergleich mit dem Reparationsvertrag von Versailles als Folge des Ersten Weltkriegs an.

Und sicherlich gibt es Drohungen im Hintergrund an die gefährdeten Länder, die harten Auflagen auch wirklich einzuhalten.

Aber es fehlen die wirklichen Folgen. Auf die Drohungen und den erhobenen Zeigefinger wenn die Auflagen nur schlecht oder gar nicht erfüllt werden, folgte eine Phase der Spannung zwischen den Rettern und den Euro-Krisenländern.

So etwas haben wir in Griechenland nun schon häufiger gesehen. Doch in letzter Konsequenz wird dann doch die nächste Tranche der Hilfszahlungen nach Athen überwiesen.

In der Folge wird die Rettung dann immer teurer. Für mich bleibt das gesamte Konstrukt der Euro-Rettung – ob nun über EFSF oder den ständigen Rettungsschirm ESM – ein Fass ohne Boden.

In letzter Konsequenz soll Deutschland nur für 27% der insgesamt benötigten Hilfszahlungen aufkommen. Aber stellen Sie sich vor, ein weiteres großes Land fällt als Zahler aus.

Dann müssten wir den Anteil, den dieses Krisenland in den Fonds einzahlt auhc noch übernehmen. De facto wird dann der deutsche Anteil weiter deutlich ansteigen.

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Da ich auch in anderen Euro-Ländern außer Griechenland noch ernste Gefahren sehe bis hin zum Staatsbankrott wird es am Ende darauf hinauslaufen, dass die wenigen starken Staaten, wie eben Deutschland, zum Schluss übrig bleiben und dann die Rettung bezahlen.

Grundproblem: Euro war ein politisches Projekt

Der Euro war von Anfang an ein politisches Projekt. Das große Ziel war nicht die wirtschaftliche Einheit Europas sondern vielmehr die Schaffung eines friedlichen Europas.

Schon Bundeskanzler Helmut Kohl Mitterand sagte damals zur Einführung des Euros: „Der Erfolg des Euros ist eine Frage von Krieg und Frieden.“

Die friedliche Phase des Euros neigt sich aber jetzt dem Ende. Und in der Zukunft wird der Zerfall des Euros, der meiner Einschätzung nach nicht aufzuhalten ist, wieder ganz klar zu Unruhen in Europa führen.

Daraus ergibt sich eine klare Handlungsanweisung an Sie: Retten Sie Ihr Geld vor der bevorstehenden Krise.

Die Krisengelder müssen nun einmal bezahlt werden – dazu ist Deutschland als europäischer Staat verpflichtet. Und wo soll dieses Geld in letzter Konsequenz herkommen, wenn der Staat keine Reserven mehr hat?

Von Ihrem Vermögen. Mit dieser Meinung  nehme ich sicherlich eine extreme Position ein – aber ich sehe die aktuelle Lage so und daher vertrete ich auch diese Meinung.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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