Eurokrise: Die größte Gefahr geht von Italien aus

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Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des italienischen Parlaments hält Euro-Austritt seines Landes für sehr wahrscheinlich. (Foto: esfera / Shutterstock.com)

Das Thema Eurokrise spielt in der öffentlichen Wahrnehmung kaum noch eine Rolle. Genau das ist eine gefährliche Entwicklung. Denn eins muss Ihnen immer klar sein: Im Untergrund brodelt die Eurokrise unvermindert weiter. An einigen Stellen tauchen dann wieder einmal Signale auf, die genau das belegen.

Derzeit lohnt es sich dabei vor allen Dingen einmal auf die Entwicklung in Italien zu schauen. Die neue Regierung ist alles andere als eurofreundlich einzuschätzen. Und jetzt zeigt sich auch genau, wohin die Regierung das Land steuern könnte.

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des italienischen Parlaments, Claudio Borghi, hat jetzt in einem Interview die Auffassung geäußert, dass Italien früher oder später aus dem Euro austreten wird. Seiner Ansicht nach funktioniert das System aus Euro und EZB nicht mehr und Italiens Lage könnte eskalieren, besonders wenn der jetzige Bundesbankpräsident Jens Weidmann als Nachfolger von Mario Draghi EZB-Präsident werde.

Solche Aussagen führender Politiker in Italien zeigen Ihnen ganz deutlich, dass nach wie vor ein Euro-Ausstieg Italiens im Bereich des Möglichen liegt. Das ist auch der Grund, warum die italienische Regierung, anstatt zu sparen und die Überschuldung abzubauen, jedes Jahr weiter Wahlgeschenke in Höhe von 100 Milliarden Euro in Form von vorzeitiger Verrentung, niedrigen Steuern und höheren Haushaltseinkommen an die Bevölkerung verteilt.

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In der nächsten Krise wird Euro-Ausstieg Italiens wahrscheinlich

Und diese Entwicklung ist noch lange nicht vorbei. Die italienische Regierung ist gerade erst gestartet. Hier erwarte ich noch viele weitere Maßnahmen, die vor allen Dingen teuer werden für uns alle in der Eurozone, wenn es dann zur Verschärfung der Euro Krise kommen sollte.

Ich gehe davon aus, dass Italien spätestens zu Beginn einer neuen Finanzkrise unverzüglich aus dem Euro aussteigen wird und die aufgelaufenen Verbindlichkeiten nicht mehr zurückgezahlt werden. Dann muss gerade Deutschland nicht nur mit einer neuen Finanzkrise fertig werden, sondern auch noch den Ausfall von fast einer halben Billion Euro Target2-Schulden Italiens bei der Deutschen Bundesbank verkraften.

Und genau dieser Faktor spielt in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt keine Rolle. Doch die Sprengkraft der Taget 2 Salden sollten Sie immer im Auge behalten, denn das sind dann Summen, die selbst das stärkste Euroland Deutschland nicht mehr stemmen kann.

Deshalb bleibe ich unverändert bei meiner Einschätzung, dass Deutschland von der nächsten Krise am härtesten getroffen wird. Das bedeutet für Sie, dass Sie sich gerade in Deutschland schon jetzt aktiv auf diesen Zusammenbruch vorbereiten sollten. Wie das konkret geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.