Europa bleibt weiterhin gefährdet

Das Flüchtlings-Drama ist allgegenwärtig.

Vergessen werden dabei die globalen ökonomischen Katastrophen, die sprichwörtlich die Welt in Brand setzen können.

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, welche Risiken bestehen;

hinsichtlich der Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank, des überbewerteten chinesischen Aktienmarktes sowie des kreditfinanzierten Bau- und Immobilien-Marktes, und auch aufgrund des trudelnden Yuan und des Billig-Öls.

Doch das ist noch längst nicht alles. Zunächst wollen wir uns den Schwellenländern zuwenden, bevor wir auf die Situation in Europa eingehen.

Währungs-Stürze in den Schwellenländern

Nicht ohne Grund fallen die Währungen einiger Schwellenländer steil nach unten. Denken Sie an den Russischen Rubel, den Argentinischen Peso, den Brasilianischen Real oder den Südafrikanischen Rand.

Auch das setzt den dortigen Aktienmärkten schwer zu.

Die Kredit-Risiken dieser Schwellenländer werden fast explosiv ansteigen. Vergessen Sie in diesem Zusammenhang nicht, dass der Privatsektor hoch verschuldet ist. Und das fast ausschließlich in US-Dollars.

Dies wiederum betrifft vor allen Dingen amerikanische und europäische Banken.

Die Folge werden hohe Abschreibungen sein, die die betroffenen Finanz-Institute in Kauf nehmen müssen und die ihr jeweiliges Eigenkapital reduzieren.

Man braucht Ihnen nicht extra zu sagen, dass dies bis ins Inland durchschlägt, und zwar bei der Kapazität der Kreditvergabe, die dadurch massiv eingeschränkt werden wird.

Damit sind wir bereits in Europa…

Europa bleibt weiterhin gefährdet

Sie wissen vielleicht: EZB-Chef Mario Draghi beruhigt die Europäer mit hehren Worten, dass die EZB weitere Werkzeuge habe, die finanzpolitischen Turbulenzen zu beruhigen.

Viele schütteln darüber die Köpfe. Denn die Negativ-Zinsen fressen nicht nur Konjunktur-Aussichten, sondern auch das Vertrauen der Bankkunden und vor allem deren Ersparnisse. Und zwar extrem.

Ob der EZB-Leitzins wie in den USA angehoben wird, steht noch in den Sternen. Doch auch die Europäer halten schon viel zu lange an der Nullzinspolitik fest.

Probleme an den Aktienmärkten

Die Augen sollten auch nicht vor den Problemen der hiesigen Aktienmärkte verschlossen werden. Seit einiger Zeit sind v. a. Finanzwert-Titel, die Banken, im freien Fall.

Ebenso Probleme haben Automobil-Hersteller, an denen auch die Sanktionen gegen Russland nicht ganz unschuldig sind. Ebenfalls erfährt der Energie-Bereich eine Verschlechterung.

Manch einer spricht schon davon, dass die markante Wachstums-Verlangsamung des Aktienmarkts der Vorbote einer Rezession sei.

Schicksalsjahre 2016/2017

Sie sehen: 2016 bringt eine Rezession im rasenden Galopp. Zusätzlich eine Schwellenländer-Krise und ein unberechenbares China – keine guten Aussichten also.

Besorgen Sie sich deshalb am besten die „GeVestor-Unangreifbar Leben-Studie 2016 – Diese Szenerien bedrohen Sie und Ihr Vermögen“.

Darin informieren wir Sie über weitere globale Risiken, aber auch darüber, wie Sie Ihr Vermögen schützen können.

1. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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