Europäische Immobilien bleiben gefragt

Die langfristige Perspektive der weltweiten Immobilienmärkte spricht weiterhin für die Investition in europäische Immobilien.

Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilien-Dienstleister PATRIZIA Immobilien im Rahmen des Gewerbeimmobilien-Marktberichts PATRIZIA Insight 2017.

Ergebnisse des aktuellen Gewerbeimmobilien-Marktberichts von PATRIZIA

Demnach sollte den politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten mit langfristigen Investment-Strategien begegnet werden, die einen klaren Fokus auf fundamentale Marktdaten und die Lage der Immobilien legen.

Bei Büro- und Logistik-Immobilien lassen die Mieten und Leerstands-Raten im aktuellen Zyklus ein weiteres Mietwachstum von 2,0 – 4,0% pro Jahr erwarten.

Der Bereich Logistik-Immobilien ist von einem stabilen Mietwachstum in den europäischen Ländern gekennzeichnet.

Fortgeschrittenere Märkte bieten dagegen nach wie vor eine hohe, wenn auch volatile Entwicklung des Mietwachstums.

Auch im Bereich der Einzelhandels-Immobilien lassen sich in ausgesuchten Lagen gute Wachstumsraten und Wertsteigerungen erzielen.

Damit kommt es heute umso mehr darauf an, eine langfristige Investment-Strategie mit ausgewählten Immobilien in verschiedenen regionalen Märkten zu verfolgen.

Auf dieser Basis kommt die Studie zu dem Schluss, dass Europa „unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung, der Wachstums-Perspektiven, der Zins-Entwicklung sowie der Risiko-Präferenzen der Investoren, im globalen Vergleich ein attraktives Investmentziel“ bleibt.

Zunehmende Polarisierung bei Einzelhandels-Immobilien

Bei Einzelhandels-Immobilien zeigt sich, dass die Spitzenrenditen weiter zurückgehen. Diese lagen im vergangenen Jahr bei 3,0 – 4,2%; verglichen mit 4,0 – 5,6% im Jahr 2012.

Dabei ist eine zunehmende Polarisierung zu beobachten, die sich in einer wachsenden Anzahl schwächelnder Märkte zeigt.

In einer Reihe von Märkten ist hingegen ein beschleunigtes Wachstum zu beobachten, dass über dem EU-Durchschnitt liegt.

Die zunehmende Beliebtheit des Online-Handels dürfte damit einen Beitrag dazu leisten, dass v. a. B-Lagen bei Einzelhandels-Immobilien langfristig zu den Verlierern zählen werden.

1A-Lagen bleiben bei Verbrauchern dagegen weiterhin beliebt und dürften langfristig von der Schwäche der B-Lagen profitieren.

Deutsche Wohnimmobilien mit rasanten Wertsteigerungen

Aus einer Studie der deutschen Projekt-Entwickler BPD auf Basis der von Wohnungskäufern akzeptierten Preise geht hervor, dass:

  • der qm-Preis für Wohnimmobilien im Zeitraum 2011 – 2016 in Frankreich nur moderat von 3.102 auf 3.188 € gestiegen ist.
  • Die Niederlande verzeichnen hierbei sogar einen Rückgang von 2.435 auf 2.355 €.
  • In Deutschland stiegen die Preise dagegen erheblich von 1.861 auf 3.032 €.

Die Durchschnitts-Preise von Eigentumswohnungen legten in Deutschland dementsprechend auf 249.915 € zu und überholen damit die Nachbarn Frankreich (217.686 €) und Niederlande (229.077 €).

Regional führt München die Liste der teuersten Metropolen mit 7.500 €/ qm an.

Zum Vergleich: In Hamburg und Berlin liegen die durchschnittlichen qm-Preise bei 5.000 €, im Rhein-Main-Gebiet bei rund 4.000 €.

Nutznießer dieser Entwicklung sind Immobilien-Unternehmen wie Accentro, die von den Wertsteigerungen ihrer Immobilien-Portfolios profitieren.

Wohnungs-Eigentumsquote sinkt

Die Folge der deutlichen Preissteigerungen von Wohnungs-Eigentum ist ein Rückgang der Wohnungs-Eigentumsquote in Deutschland.

Davon besonders betroffen ist die jüngere Generation (Untersucht wurde die Altersgruppe 30 – 39).

Laut einer im Januar 2017 vom Pestel Institut veröffentlichten Studie ist diese Quote im vergangenen Jahrzehnt deutschlandweit von 33 auf 26% zurückgegangen.

Deutschland teilt sich im internationalen Vergleich die letzten Plätze mit Schweden und der Schweiz.

In Ländern wie Frankreich (59%), Großbritannien (66%) oder Italien (71%) ist die Wohnungs-Eigentumsquote mehr als doppelt so hoch.


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15. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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