Europäischer Automobilmarkt nimmt weiter an Fahrt auf

Die europäische Automobilbranche entwickelt sich weiterhin prächtig. Bereits im Oktober und im November des vergangenen Jahres habe ich Ihnen diese Entwicklung prognostiziert.

Bevor ich gleich zu der aktuellen Bestandsaufnahme des europäischen Automobilmarktes komme, möchte ich mit Ihnen einen kurzen Blick in den Rückspiegel werfen.

Im Oktober 2014 schrieb ich an dieser Stelle folgendes: „Die deutschen Autobauer und Autozulieferer sind in den vergangenen Wochen an der Börse teils massiv unter Druck geraten. Die Tatsache, dass es zu Kursabschlägen kam, hat mich aufgrund verschiedener Unsicherheits- und Belastungsfaktoren (u.a. die Ukraine-Krise und damit verbunden die Russland-Sanktionen) nicht überrascht.

Überrascht war ich jedoch von der Höhe der Kursabschläge, die zu einem teilweise schon absurden Bewertungsniveau auf Basis der Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs) führte.“

Was mich damals zum dem Schluss brachte, dass die KGVs der deutschen Autobauer und –zulieferer ein geradezu absurdes Niveau erreichten waren die nackten Zahlen und Fakten, die bereits zu diesem Zeitpunkt eine völlig andere Sprache sprachen als die Entwicklung der Aktienkurse dieser Unternehmen.

Und auch jetzt zeigt sich wieder, dass es um die deutschen Autobauer und –zulieferer alles andere als schlecht bestellt ist.

Europäischer Automarkt wächst den 17. Monat in Folge

Der europäische Automarkt ist nach heute veröffentlichten Zahlen im Monat Januar zum 17. Mal in Folge gewachsen. Im vergangenen Monat rollten in der europäischen Union 999.157 Autos zu den Kunden. Das bedeutet ein Plus von 6,7%. Dies teilte der europäische Herstellerverband ACEA am heutigen Dienstag mit.

Am stärksten legten die Neuzulassungen in Spanien (plus 27,5%), Italien (plus 10,9%) und in Großbritannien (plus 6,7%) zu. In Deutschland wurden 2,6% mehr Autos neu zugelassen.

Besonders überzeugen konnten unterm Strich die deutschen Hersteller. Am besten schnitt dabei Daimler mit 15% mehr Verkäufen ab. Aber auch BMW wusste mit einem Absatzplus von 8,6% zu überzeugen. Immerhin noch auf ein Absatzplus von 6,8% kam der größte deutsche Automobilhersteller VW.

Wenn Sie sich jetzt vergegenwärtigen, dass die größten Wachstumsmärkte der deutschen Autobauer zuletzt die USA und China waren und der Absatz in der europäischen Union allmählich immer mehr in Schwung kommt, können daraus sehr leicht die glänzenden Perspektiven für die Autobauer und –zulieferer aus Deutschland abgeleitet werden.

Fazit: Der Markt bleibt für Sie als Anleger spannend

Aufgrund der weiterhin guten Perspektiven des Automarktes und der Tatsache, dass diese noch längst nicht gänzlich in den Bewertungen der Aktien der deutschen Autobauer und –zulieferer enthalten sind bleibe ich bei meiner Einschätzung, die ich Ihnen bereits im Oktober 2014 mit auf den Weg gegeben habe:

“Sie als Privatanleger sollten sich vor diesem Hintergrund sowohl die Zulieferer – wie z.B. Leoni, ElringKlinger und Grammer – als auch die genannten deutschen Automobilhersteller genauer ansehen.”

17. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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