Europas Automarkt auf Wachstumskurs

Der europäische Automarkt legte im vergangenen Jahr nochmals recht deutlich zu. Erfahren Sie jetzt, was das für Sie als Aktionäre bedeutet. (Foto: Cineberg / Shutterstock.com)

Der deutsche Leitindex DAX kann sich weiterhin nicht von der 13.000-Punkte-Marke absetzen und sackte heute auf knapp 13.200 Punkte ab. Größter Tagesverlierer war im DAX die VW-Aktie. Dabei gab es zuletzt aus der Branche positive Nachrichten.

Die Automobil- und Zulieferbranche ist eines der Dauerthemen hier im „Schlussgong“. Und heute kann ich Ihnen mal wieder – wie so oft in den vergangenen Jahren – gute Nachrichten aus der Branche überbringen.

Die brummende Konjunktur sorgte im vergangenen Jahr dafür, dass die Zahl der KFZ-Neuzulassungen in Europa deutlich zugelegt hat. Trotz eines etwas schwächeren Dezembers hat sich die Zahl der Neuzulassungen in den EU-Ländern im vergangenen Jahr um 3,4% auf 15,14 Mio. Fahrzeuge erhöht. Das teilte der Branchenverband Acea aktuell mit.

Im bereits angesprochenen etwas schwächeren Dezember rutschten die Verkäufe in der EU um 4,9% auf 1,09 Mio. Fahrzeuge ab. Die Statistiker des Branchenverbandes Acea verweisen in dem Zusammenhang jedoch auf einen Kalendereffekt: Der Rückgang zum Jahresende ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Dezember 2017 einen Arbeitstag weniger hatte als im Jahr 2016.

Fast überall in der EU ein Plus beim Absatz

Schaut man sich die 2017er-Zahlen im Detail an, wird klar dass die europaweit anziehende Konjunktur auch dem Automarkt geholfen hat, weiter zuzulegen. Dem Verband zufolge entwickelten sich im vergangenen Jahr fast alle wichtigen Automärkte in der Europäischen Union positiv.

Einzig in Großbritannien und in Irland waren die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. In Großbritannien liegt das Minus bei 5,7% und in Irland bei 10,4%. Großbritannien verzeichnete damit den ersten Rückgang seit 6 Jahren. Dieser ist zu einem Großteil der aktuellen Unsicherheit bzgl. des anstehenden Brexits geschuldet.

In Deutschland legte der PKW-Verkauf mit 2,7% zwar nur unterdurchschnittlich zu, dafür verzeichneten Mittel- und Osteuropa besonders kräftige Wachstumsraten. In Polen lag das Plus bei 16,9%, in Litauen zog der Markt sogar um satte 27% an.

Deutsche Autobauer liegen nach wie vor vorne

Führend in Sachen Absatzzahlen und Marktanteilen sind – wie sollte es anders sein – nach wie vor die deutschen Autobauer. Allein der VW-Konzern stellte mit seinen Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche fast jedes 4. neuzugelassene Auto in der EU im Kalenderjahr 2017 her.

In Summe kommen die deutschen Autobauer auf einen europäischen Marktanteil von 36,6% und liegen damit klar vorne. Dahinter folgt gemäß der aktuellen Acea-Daten Frankreich mit PSA und Renault, die zusammen auf einen Marktanteil von 22,8% kommen.

Die japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Suzuki, Mazda, Honda und Mitsubishi stehen gemeinsam für 12,7% der Neuzulassungen in der EU im Kalenderjahr 2017. Und es deutet aktuell sehr vieles darauf hin, dass der Markt im laufenden Jahr noch einmal eine Schippe drauflegen kann.

Für Sie als Aktionäre bedeutet das, dass Ihnen die Aktien ausgewählter Autobauer und Zulieferer auch im laufenden Jahr attraktive Renditechancen bringen. Meine Branchenfavoriten mit Kauf-Limit und Kursziel finden Sie in meinen Börsendiensten.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.