Evonik: Corona-Einfluss kleiner als befürchtet

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Evonik wird zweifellos durch die Coronakrise belastet. Immerhin fiel der Quartalsbericht besser aus als erwartet. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Anleger von Evonik hatten 2020 bislang keinen rechten Grund zur Freude. Die Coronakrise belastete die Geschäfte und den Aktienkurs. Der gestrige Quartalsbericht gibt immerhin Hoffnung auf Besserung, zumal die Aktie recht günstig erscheint.

Unternehmensportrait

Die in Essen ansässige Evonik Industries AG zählt zu einem der weltweit führenden Hersteller von Spezialchemikalien. Dabei unterteilt sich der Konzern in die Bereiche Vertrieb von Spezialchemikalien, Energieeffizienzverbesserungen, Herstellung von Konsumgüter-, Pflege- und Gesundheitsprodukten und Tierfutter sowie in den Bereich für Herstellung von Gummi und Kunststoff.

Schwache Kursentwicklung 2020

Im laufenden Jahr hatten die Anteilseigner nur wenig Grund zur Freude – seit Jahresbeginn gab der Kurs um nahezu ein Viertel nach. Nach einer deutlichen Gegenbewegung – nach den Tiefstständen aus dem Frühjahr – dümpelte der Kurs zuletzt seitwärts – mit wenigen Ausschlägen – vor sich hin.

Zahlen besser als erwartet

Die gestern vorgelegten Ergebnisse könnten jetzt aber für einen nachhaltig frischen Schwung an den Börsen sorgen – denn diese fielen deutlich besser als erwartet aus und sorgten für ein wenig Sicherheit. So fiel der Umsatz zwar im Jahresvergleich um 10% auf 2,92 Mrd. Euro – allerdings war hier Corona-bedingt ein stärkerer Rückgang befürchtet worden.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging lediglich nur um 4% auf 519 Mio. Euro zurück. Der Konzern betont, dass hier Kostensenkungen sowie die guten Geschäfte mit Produkten für Hygieneanwendungen und für die Bauwirtschaft zum Tragen kamen.

In diesem Zusammenhang wurde dann auch der Ausblick konkretisiert. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem bereinigten operativen Konzernergebnis zwischen 1,8 und 2,0 Mrd. Euro. Im Vorjahr lag dieses noch bei 2,15 Mrd. Euro. Die Umsatzprognose für 2020 sieht eine Geschäftstätigkeit zwischen 11,5 bis 13 Mrd. Euro vor. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 13,1 Mrd. Euro. Insgesamt kommt damit ein weiteres Unternehmen besser aus der Corona-Krise als viele Analysten und Marktbeobachter im Vorfeld befürchtet haben.

Günstige Bewertung und hohe Dividendenrendite

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 15 für das kommende Jahr, verbunden mit einer Dividendenrendite von mehr als 5% gibt es zwei Kennziffern, die für den Wert sprechen.

Ich gehe zwar nicht davon aus, dass Evonik ein Kursfeuerwerk zünden wird – doch vom Chance/Risiko-Verhältnis her sehe ich den Wert recht gut aufgestellt. Viel weiter sollte es nicht mehr abwärts gehen, nach oben gibt es mehr Spielraum. Daher ist die Aktie einen näheren Blick wert.

Es könnte jedoch sein, dass es hier als Anleger einen längeren Atem braucht, sollte sich die Coronakrise wieder verschärfen und der Wirtschaft einen weiteren Dämpfer verpassen.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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