Evonik: Nach guten Zahlen optimistischer für das Gesamtjahr

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Lesen Sie in diesem Beitrag, wie die jüngsten Zahlen von Evonik ausgefallen sind und was das Unternehmen für 2017 und die Folgejahre plant: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Besser als dem Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, der in den vergangenen Wochen nicht besonders erfolgreich war, erging es zuletzt dem Trikot-Sponsor der Schwarzgelben.

Die Rede ist vom Essener Chemiekonzern Evonik, der im deutschen Nebenwerte-Index MDax gelistet ist.

Bei Evonik herrscht derzeit gute Stimmung

Das Unternehmen ist angesichts eines guten 3. Quartals etwas optimistischer für das laufende Geschäftsjahr – mehr dazu gleich…

Rückenwind lieferten zuletzt vor allem die guten Geschäfte mit Hochleistungs-Materialien beispielsweise für die Automobil-Industrie.

Darüber hinaus liefen die Geschäfte mit chemischen Stoffen für die Kunststoff-Industrie zuletzt erfreulich und Evonik profitierte von den in diesem Jahr getätigten Übernahmen.

Lesen Sie jetzt, wie die jüngsten Quartalszahlen im Detail ausgefallen sind:

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Evonik hat den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) im 3. Quartal des laufenden Jahres auf 639 Mio. € gesteigert.

Im Vergleich zum 3. Quartal 2016 entspricht dies einem Anstieg um 11%.

Der Umsatz stieg auf 3,56 Mrd. €, das bereinigte Konzern-Ergebnis auf 275 Mio. € und das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,59 €.

Der Free Cashflow (freier Mittelzufluss) lag in den Monaten Juli bis September 2017 bei 485 Mio. € – und damit um rund 70% über dem Vorjahreswert.

Damit hat Evonik auch auf Jahressicht einen deutlich positiven Free Cashflow erwirtschaftet.

Das erwartet Evonik für 2017 und danach

Für 2017 erwartet Evonik nun einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) in der oberen Hälfte der angepeilten Bandbreite von 2,2 – 2,4 Mrd. €.

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Das würde ein Wachstum von bis zu 11% bedeuten.

Auch beim Umsatz will Evonik weiter zulegen. Und dank eines Sparprogramms soll künftig unter dem Strich noch mehr Gewinn hängen bleiben:

Im Zuge der neuen Unternehmens-Strategie sollen die Kosten in der Verwaltung und dem Vertrieb dauerhaft um 200 Mio. € pro Jahr sinken.

Im kommenden Jahr sollen bereits 50 Mio. € ergebniswirksam werden, ab 2021 dann der gesamte Betrag.

Christian Kullmann, der seit Mai Evonik-Chef ist, hat ehrgeizige Ziele:

„Wir wollen das beste Spezialchemieunternehmen der Welt werden.“

Und weiter:

„Dazu müssen wir auch unsere Kosten mit unserem Anspruch in Einklang bringen.“

Die Einsparungen dürften Evonik helfen, das Firmenziel einer EBITDA-Gewinnmarge von 18 – 20% zu erreichen.

Kullmann hatte bereits im Juni (also kurz nach seinem Amtsantritt) angekündigt, die Marge nachhaltig auf dieses Niveau bringen zu wollen.

Im abgelaufenen 3. Quartal hatte sie bereinigt bereits bei knapp 18% gelegen. Damit ist Evonik auf einem guten Weg.

Die Evonik-Aktie, die lange stagnierte, aber in den vergangenen Wochen schon 2-stellig zugelegt hat, hat aus meiner Sicht daher durchaus weiteres Potenzial nach oben.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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