Evotec im Aufwind

Für die Evotec-Aktie scheint es 2017 kein Halten zu geben. Die Vorschusslorbeeren sind allerdings recht hoch. Lesen Sie hier unsere Analyse: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die Anleger von Evotec konnten sich in den letzten Monaten immer wieder über deutliche Gewinne freuen:

Lag der Kurs der Aktie Ende 2016 noch bei knapp 5 €, so übersprang der Anteilsschein jetzt sogar die 20-€-Marke und erreichte ein 16-Jahres-Hoch.

Nun stellt sich die Frage, ob die Rallye weitergeht oder ein Rückschlag droht.

Evotec: Ein Unternehmens-Portrait

Die in Hamburg ansässige Evotec AG zählt zu den weltweit führenden Wirkstoff-Forschungs- und -entwicklungs-Unternehmen.

Dabei ist die Gesellschaft auf Neurowissenschaften, Schmerz, Stoffwechsel- und Entzündungs-Krankheiten sowie Onkologie spezialisiert.

Das Kerngeschäft bildet die Wirkstoff-Forschung, die in Kooperation mit Partnerfirmen aus der Pharma- und Biotechnologie-Industrie realisiert wird und zunehmend ins Blickfeld rückt.

Positive Nachrichten

In dieser Woche sorgen Nachrichten dafür, dass die Aktie weiterhin deutlich den Vorwärtsgang einlegt und die Aufwärts-Bewegung sogar beschleunigt.

Von einem „Heißlaufen“ ist weiterhin nichts zu erkennen – im Gegenteil: So beginnt sich die Partnerschaft mit dem US-Pharmakonzern Celgene endlich auszuzahlen:

Es wurde eine 1. Meilenstein-Zahlung vermeldet, wodurch sich der Umsatz bereits im 3. Quartal um 5 Mio. US-Dollar erhöhen dürfte.

Als die beiden Unternehmen Ende des vergangenen Jahres eine Forschungs- und Entwicklungs-Partnerschaft eingegangen sind, gab es an den Börsen nicht gerade Euphorie.

Jetzt scheint es aber, dass sich die Kooperation, deren Ziel es ist, Arzneimittel für Erkrankungen des Nervensystems wie etwa Alzheimer zu entwickeln, auch für die Anleger auszahlt.

Bereits im Sommer deutliche Prognose-Anhebung

Was die Meilenstein-Zahlung tatsächlich bedeutet, lässt sich mit einem Blick zurück erkennen:

Bereits im August wurden – nach dem Zukauf des US-Konkurrenten Aptuit – höhere Ziele genannt.

Demnach wurde für dieses Jahr ein Umsatz-Plus von mehr als 40% gegenüber dem Vorjahreswert von rund 165 Mio. € in Aussicht gestellt.

Ursprünglich war ein Zuwachs bei den Erlösen um 15% angepeilt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun um mehr als 50% ansteigen.

Hier hatte Evotec bisher von einem „signifikanten Anstieg“ gesprochen. Und jetzt kommt die Meilenstein-Zahlung noch hinzu, die bei dieser Prognose-Anhebung noch nicht bekannt war.

Roadshow ist gut angekommen

Dass der Konzern ohnehin gut aufgestellt ist, hat die Roadshow bereits im vergangenen Monat eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Dabei wurde seitens der Unternehmens-Führung betont, dass es einen starken Trend zur Ausgliederung der Medikamenten-Entwicklung seitens großer Pharmakonzerne zu beobachten gibt.

Evotec dürfte bei dieser Entwicklung einer der Nutznießer sein. Solche Aussagen kommen bei Investoren natürlich gut an.

Hohe Vorschusslorbeeren

Nach der Kursvervierfachung seit Jahresbeginn darf sich Evotec in Zukunft keine negativen Überraschungen erlauben.

ie Aktie eignet sich derzeit allenfalls für sehr spekulative Anleger. Die Euphorie ist momentan hoch, und das kann erfahrungsgemäß noch eine ganze Weile so weiter gehen.

Für Spannung ist jedenfalls in den nächsten Wochen gesorgt; am 9. November werden die Quartalszahlen bekanntgegeben.

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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