Experte überzeugt: Bodenbildung bei Rohstoffen bald erreicht

Die Krise bei den Rohstoffen dauert jetzt schon einige Jahre. Die Preise haben es sich auf dem niedrigen Niveau gemütlich gemacht. Das bringt noch immer viele Herausforderungen für die Rohstoff-Firmen.

Nun hat es in den vergangenen beiden Jahren immer mal wieder Anzeichen für eine Bodenbildung bei den Rohstoffen gegeben. Doch danach ging es weiter nach unten – bis auf die aktuell schon extremniedrigen Niveaus – sowohl bei den Rohstoffpreisen als auch bei den Kursen der Rohstoff-Aktien.

Aber gerade jetzt hat mein Kollege Oliver Groß vom Börsendienst „Der Rohstoff-Anleger“ viele Faktoren ausgemacht, die ihn von einer bevorstehenden Bodenbildung bei den Rohstoffen Überzügen. Lesen Sie hier seine aktuelle Analyse.

Oliver Gross überzeugt: Bodenbildung bei Rohstoffen steht unmittelbar bevor

„Oft habe ich Ihnen in den letzten zwei Jahren von möglichen Bodenbildungs-Formationen in der Rohstoff- und Minenbranche berichtet. Leider entpuppte sich jede Erholung als Bärenmarkt-Rally und die Rohstoffpreise als auch die Aktienkurse der meisten Rohstofffirmen fielen weiter zurück.

Doch jetzt mehren sich erneut sämtliche Anzeichen, dass wir eine Bodenbildung erleben. Was macht mich trotz dem heftigen Ausverkauf von Juli bis September so optimistisch?

  • Die Krise bei den Rohstoffproduzenten wird jetzt immer mehr Auswirkungen auf die Angebotsseite haben. Das Angebot wird mehr und mehr unter Druck kommen und das bedeutet, dass die Angebotsüberschüsse bald passé sein könnten. Dies gilt vor allem für bspw. Kupfer und Gold. Diese Situation sollte die Rohstoffpreise bald nachhaltig stabilisieren.
  • Immer mehr Minen werden gestoppt. Aktuell werden auch sämtliche neue Rohstoffprojekte verschoben, weil sie sich nicht mehr lohnen. Daneben wird kaum mehr eine Mine weltweit gebaut. So können Sie erneut davon ausgehen, dass die Angebotslage zunehmend unter Druck kommen wird. Das sind exzellente Kontra-Indikatoren für einen Boden.
  • Die Explorations-Investitionen im Rohstoffsektor werden extrem gekürzt. Es wird quasi gar kein Geld mehr in die Entdeckung von neuen Rohstofflagerstätten aktuell investiert. Auch das wird große, mittelfristige Auswirkungen auf der Angebotsseite nach sich ziehen.

Außerdem sehe ich bei den Rohstoffen nun ein extrem niedriges Preis-Level erreicht. Wir notieren jetzt auf den tiefsten Ständen während der letzten 15 Jahre. Wenn die Rohstoffpreise sich nicht stabilisieren, werden mehr und mehr Rohstoffproduzenten ihre Arbeit niederlegen müssen und dies wird zwangsweise dazu führen, dass wir dramatische Auswirkungen am physischen Rohstoff-Markt sehen werden. Der Boden kann also nicht mehr weit entfernt sein!“

Soweit die Analyse von meinem GeVestor-Kollegen Oliver Gross. Sie sehen ganz klar: Es verdichten sich die Anzeichen dafür, dass die Bodenbildung bei den Rohstoffen vor uns liegt.


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8. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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