Experte warnt: „Unser Lebensstandard von morgen ist in Gefahr“

2017 kann ungemütlich werden – das sage ich schon seit geraumer Zeit. Doch jetzt tauchen auch immer mehr andere Prognosen zum Jahresverlauf auf, die nachdenklich stimmen:

So hat jetzt der erfahrene Finanz-Experte Mohamed El-Erian in einem Gastbeitrag der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ seine Prognose für 2017 abgegeben.

Er war bis 2014 Chef der Fondsgesellschaft PIMCO, die vor allen Dingen im globalen Anleihe-Handel aktiv ist und hier an vorderster Front zu finden ist.

El-Erian schaut wenig optimistisch in die Zukunft, denn seiner Meinung nach stehen wir vor großen Umwälzungen die viele Lebensbereiche erreichen werden. So sagt El-Erian:

„Je länger diese Gesamtsituation andauert, desto größer ist das Risiko, dass die wirtschaftlichen Defizite und das politische Ungleichgewicht die Finanz-Stabilität bedrohen und außerdem noch etwas viel Schlimmeres anrichten: Sie bedrohen unseren Lebensstandard von morgen.“

Warum gerade 2017 so gefährlich ist, erklärt El-Erian auch:

„In nicht vielen Regionen ist die Arbeitslosigkeit alarmierend hoch, die Produktivität stagniert und Unternehmen verhalten sich zögerlich bei geschäftlichen Investitionen.“

Wirtschafts-Experten liegen oft falsch…

Bei diesen Voraussetzungen ist es für ihn ein Rätsel, warum so viele Wirtschafts-Experten positiv ins aktuelle Jahr blicken.

Insbesondere überrascht ihn das große Selbstbewusstsein der Experten bei den aktuellen Prognosen.

Immerhin haben viele dieser Experten in vergangenen Jahren bei den eigenen Prognosen komplett danebengelegen.

Dazu erklärt El-Erian:

„Woher die Experten ihre Ruhe nehmen, bleibt darum ein Rätsel. Denn es besteht ein fundamentales Problem: Die Spannungen, die wir überall auf der Welt sehen, werden durch ein zu niedriges Wirtschafts-Wachstum noch verstärkt.“

Und genau das ist der Knackpunkt im laufenden Jahr:

Das Wirtschafts-Wachstum wird weltweit zwar positiv sein – aber nicht mehr ausreichen, um eine positive Konjunktur-Stimmung zu schaffen.

Für El-Erian steht daher fest: Die Welt steht am Scheideweg.

… und sind jetzt viel zu optimistisch

Genauso sehe ich das auch. So lange die Gefahr von Negativ-Zinsen oder politischen Unruhen nicht gebannt ist, bleibt die Lage in vielen Teilen der Welt angespannt.

Da die Notenbanken aber beispielsweise wenig an der Politik ändern werden, steuern wir fast unweigerlich auf die Klippe zu.

Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir an den Rand der Klippe gelangen und dann abstürzen.

10. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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