Exxon-Aktie: Q1 war stark, Q2 wird schwieriger

Der Ölpreis betrifft uns alle:

Privatkunden sind beim Heizen oder an der Tankstelle mit den direkten Auswirkungen steigender oder fallender Kurse für den Rohstoff konfrontiert.

Aber auch zahlreiche Unternehmen diverser Branchen bekommen die Folgen zu spüren.

Profitieren können dabei Konzerne, bei denen das Öl einen großen Teil der Kosten verursacht.

Fluggesellschaften beispielsweise haben in ihren Bilanzen stets einen gewaltigen Batzen allein für Kerosin veranschlagt.

Chemiekonzerne verarbeiten den Rohstoff zu mannigfaltigen Produkten weiter.

In den genannten Bereichen gibt es etliche Profiteure des seit 2014 gefallenen Ölpreises:

Privaten Haushalten steht durch geringere Ausgaben eine höhere Kaufkraft zur Verfügung.

Und auch für viele Firmen wirkte der Preisrückgang wie ein unverhofftes Konjunktur-Programm.

Ölkonzerne fahren Investitionen zurück

Die Kehrseite hingegen bekamen in erster Linie diejenigen zu spüren, die ihr Geld mit dem Öl verdienen:

  • zum einen die Öl exportierenden Staaten, deren Haushaltsbudget immer knapper wurde
  • zum anderen die Ölkonzerne, die jahrzehntelang gute Geschäfte gemacht haben und nun plötzlich sparen müssen.

Im Jahr 2014 wurden für ein Barrel der Sorte Brent noch mehr als 100 US-Dollar fällig, ehe ein stetiger Preisverfall einsetzte, der den Ölpreis bis Anfang 2016 auf zeitweise unter 30 Dollar drückte.

Die US-Sorte WTI fiel parallel in vergleichbarem Maße – kein Wunder also, dass sich etliche Ölfirmen gezwungen sahen ihre Kosten zu reduzieren.

Investitionen wurden gecancelt oder zumindest vorläufig auf Eis gelegt. Manch ein Ölgigant fuhr ungewohnte Verluste ein.

Starkes 1. Quartal

Doch allmählich wendet sich das Blatt:

Die niedrigeren Positionen auf der Ausgaben-Seite in Kombination mit dem seit Ende November gestiegenen Ölpreis spülten bei den großen Ölkonzernen im 1. Quartal ordentliche Gewinne in die Kassen.

Exxon z. B. konnte seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum mehr als verdoppeln; von 1,8 auf 4,0 Mrd. US-Dollar.

Der Gewinn je Aktie lag bei 0,95 Dollar und damit erheblich höher als die von Analysten durchschnittlich erwarteten 0,86 Dollar.

Bei Konkurrent Chevron zeigte sich ein ähnlicher Effekt:

Der Konzern hatte im Vorjahres-Quartal noch einen Verlust von 725 Mio. Dollar hinnehmen müssen und durfte sich nun über einen Nettogewinn von 2,7 Mrd. Dollar freuen.

Exxon-Aktie auf Talfahrt – Ölpreis auch

Soweit die guten Nachrichten, doch trotz der guten Geschäfte: Die Aktienkurse beider Konzerne sind seit Jahresbeginn deutlich eingebrochen.

Die Chevron-Aktie fiel von rund 114 auf etwa 97 Dollar zurück, die Exxon-Aktie rutschte parallel von über 90 auf nur noch gut 81 Dollar ab.

Und auch der Ölpreis spielt im laufenden 2. Quartal nicht mehr mit:

Nachdem sich das Barrel der Sorte Brent einige Monate lang bei etwa 55 Dollar behaupten konnte, fiel der Kurs zuletzt auf unter 50 Dollar zurück.


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12. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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