EZB bleibt bei faktischen Nullzinsen – es geht auch gar nicht anders

Die Zinsen in der Euro-Zone bleiben erst einmal unverändert. Die Währungshüter haben aber auch keine andere Wahl. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Während in den USA die Zinsen durch die Notenbank schon angehoben wurden heißt es für die Euro-Zone: Alles beim alten. Die Zinsen in der Eurozone bleiben weiter unverändert. EZB Chef Mario Draghi erklärte zudem, dass die lockere Geldpolitik der europäischen Währungshüter bestimmt bis Ende des Jahres weitergeht.

Es ist aber auch gut möglich, dass erst irgendwann im Jahr 2019 eine Kursänderung bei der EZB, dann eben auch mit Zinsanhebungen, einsetzen wird. Aktuell legen die fast rekordhohen Aktienkurse doch nahe, dass sich die Wirtschaft in der Eurozone auf ein Rekordniveau befinden müsste. Doch dem ist nicht so. Vielmehr wächst mit jedem Tag von annähernd rekordhohen Ständen an den Börsen auch die Gefahr einer massiven Korrektur.

Wird sie morgen oder nächste Woche eintreten? Das kann ich Ihnen nicht genau beantworten. Was ich Ihnen aber sagen kann: Eine solche Diskrepanz zwischen realer wirtschaftliche Lage und der fast schon euphorischen Stimmung an den Finanzmärkten kann nicht ewig so gut gehen.

Vor allen Dingen fehlt in der Eurozone ein wichtiger Faktor, der die EZB antreiben könnte, die Zinsen anzuheben: Die deutlich ansteigende Inflation. Zwar sind die Inflationsraten schon Anfang 2017 einmal deutlich gestiegen. Aber dieser Anstieg war nicht nachhaltig.

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Was wir hier gesehen haben im Januar, Februar und März war nur eine Anpassung der Inflationsraten im Vergleich zum Vorjahr. Damals wiederum notierte beispielsweise der Ölpreis rund 40 % unter dem aktuellen Niveau. Da war es nur schwer möglich, mittelfristig eine hohe Inflation zu etablieren. Doch genau das ist das Ziel der europäischen Währungshüter.

Deflation: Die unterschätzte Gefahr

Daher bleibe ich auch bei meiner Einschätzung: Ich sehe eine viel größere deflationäre Gefahr. Doch genau diese Gefahr haben die meisten Experten gar nicht auf dem Radar. Sie müssen dabei wissen: Die Folgen einer massiven Deflation sind sehr viel schlimmer als die Folgen einer Inflation – das vergessen leider viele Beobachter immer wieder.

Ein Hauptmerkmal einer Deflation ist der Mangel an Geld. Genau dieser gefährdet auch die Vermögen der meisten Investoren. Bei der Inflation gibt es zu viel Geld. Daher frage ich Sie: Was ist denn wohl schlimmer – zu viel Geld oder zu wenig Geld? Die Antwort ist klar: Es ist der Geldmangel der zu massiven Verwerfungen führt. Daher kommt auch Ihrer persönlichen Absicherung eine so große Bedeutung zu – wie Sie die am besten aufbauen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.