EZB warnt vor plötzlichen Korrekturen an den Märkten

An den weltweiten Finanzmärkten scheint die Party wild und ohne absehbares Ende weiterzugehen. Das extreme Treiben ruft nun auch die […] (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

An den weltweiten Finanzmärkten scheint die Party wild und ohne absehbares Ende weiterzugehen.

Das extreme Treiben ruft nun auch die führenden Notenbanker Europas auf den Plan:

In diesen Tagen legten sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die Deutsche Bundesbank ihre aktuellen Stabilitäts-Berichte vor.

Darin warnten die führenden Notenbanker die Investoren ausdrücklich vor zu großer Risiko-Bereitschaft.

Risiken bestehen weiter

Die Deutsche Bundesbank betonte:

Die momentan noch relativ günstige konjunkturelle Situation und die geringe Volatilität an den Finanzmärkten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Risiken für die Stabilität des deutschen Finanz-Systems bestehen.

Die Ökonomen betonten, dass sich die Risiken im ungünstigen Falle weiter aufbauen könnten.

Durch die niedrigen Zinsen und die gute konjunkturelle Lage bestehe v. a. die Gefahr, dass die Schulden-Tragfähigkeit von Marktteilnehmern überschätzt werde.

Die Experten warnen weiter, dass es gefährlich sei, die günstige aktuelle Entwicklung einfach für die Zukunft fortzuschreiben.

ine solche Entwicklung könnte dazu führen, dass bestehende Risiken systematisch unterschätzt werden.

EZB warnt vor plötzlichen Korrekturen

Die EZB führte in diesem Kontext weiter aus, dass insbesondere globale Risiken keinesfalls unterschätzt werden sollten.

Diese Risiken könnten zu einer plötzlichen Korrektur an der Börse führen. Eine solche Entwicklung hätte gravierende negative Folgen für die Finanz-Stabilität.

Sehr spannend ist auch, dass die EZB mit Blick auf die Korrektur allen voran den Anleihenmarkt im Visier hat.

Explizit verwiesen die Euro-Notenbanker auf die Gefahr plötzlicher Korrekturen an den Rentenmärkten.

Sie führten weiter aus, dass große Investoren dann womöglich erhebliche Verluste verkraften müssten.

Höchst beachtlich ist auch, dass die EZB in dem Zusammenhang gezielt auf Investmentfonds hinweist, die von einer derart negativen Entwicklung massiv betroffen wären.

So liege der Anleihe-Anteil in den Portfolios bei Versicherern und Pensionsfonds fast bei 40%.

Fazit

Ja, liebe Leser, die Notenbanker warnen urplötzlich vor den Gefahren und Risiken, die von der Nullzins-Politik ausgehen.

Anders formuliert: Die Notenbanker warnen vor den Folgen der Geldpolitik, die sie selbst betreiben!

Nichtsdestotrotz sollten wir die Warnungen sehr, sehr ernst nehmen. Die Gefahr ist groß, dass die Finanzkrise 2.0 urplötzlich und für die meisten völlig unerwartet zuschlagen wird.

Es ist schon bezeichnend, dass die EZB vor erheblichen Verlusten bei Investmentfonds warnt.

Am Ende stellt sich also nur noch die Frage, wann nun diese plötzliche Korrektur einsetzen wird. Allzu lange wird es sicherlich nicht mehr dauern…

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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