Fabasoft-Aktie mit +60% in 6 Monaten

Stift Kurse Geld – shutterstock_458336038 William Potter

Das österreichische Software- und IT-Unternehmen Fabasoft legte zuletzt extrem starke Zahlen vor. Die Aktie entwickelt sich sehr erfreulich. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Am 11. Dezember des vergangenen Jahres habe ich an dieser Stelle erstmals über den österreichischen Software-Spezialisten Fabasoft berichtet. Damals notierte die Fabasoft-Aktie bei 11,90 Euro. Ich schrieb Ihnen abschließend, dass die starken Zahlen und die guten Perspektiven des Unternehmens nicht ausreichend im Kurs eingepreist seien.

Und tatsächlich: Bis Mitte März dieses Jahres, als ich wieder über Fabasoft schrieb, legte die Aktie von 11,90 auf 16,40 Euro zu. Ein Plus von 38%. Heute notiert die Aktie bei 19 Euro und damit um weitere 16% über dem Kurs von Mitte März. Seit Dezember 2018 legte die Fabasoft-Aktie insgesamt um starke 60% zu.

Das liegt unter anderem an den starken Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 (bis Ende März), die das Unternehmen kürzlich vorgelegt hat und auf die ich gleich ausführlich eingehe. Zuvor noch ein paar Worte zum Unternehmen.

Das ist die Fabasoft AG

Fabasoft ist ein 1988 gegründeter und im österreichischen Linz ansässiger Software-Spezialist. Das Geschäftsmodell von Fabasoft umfasst die Entwicklung und den Vertrieb eigener Softwareprodukte sowie die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Die Fabasoft Softwareprodukte können auf Basis von Kaufmodellen gegen einmalige Software-Lizenzgebühren und optionale wiederkehrende Aktualisierungsgebühren oder auf Basis von wiederkehrenden Gebühren für die Nutzung als Cloud-Services, Software-as-a-Service (SaaS) eingesetzt werden.

Die Produkte, Online-Services und Dienstleistungen werden sowohl an private Auftraggeber als auch an Kunden der öffentlichen Hand verkauft. Besonders spannend ist die Tochtergesellschaft Mindbreeze (Fabasoft hält 76% der Mindbreeze-Anteile) mit ihren Anwendungen für Enterprise Search, Big Data und Wissensmanagement.

Starke Zahlen und ein kluger Zukauf

Fabasoft steigerte im Geschäftsjahr 2018/2019 den Umsatz um satte 26% auf 40,3 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte deutlich überproportional um 62% auf 11,5 Mio. Euro zu. Der operative Gewinn (EBIT) stieg ebenfalls deutlich überproportional zum Umsatz um 68% auf 8,9 Mio. Euro.

Auch in der Kasse blieb deutlich mehr hängen als im vorherigen Geschäftsjahr. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (Mittelzufluss) stieg um 47% auf 11,6 Mio. Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln lag per Ende März bei 33,2 Mio. Euro (nach zuvor 27,5 Mio. Euro).

Aufgrund der sehr starken Geschäftsentwicklung wird der Vorstand von Fabasoft der Hauptversammlung am 1. Juli eine auf 0,50 Euro je Aktie angehobene Dividende vorschlagen.

Ebenfalls sehr erfreulich: Fabasoft kündigte kürzlich an, 60% der Geschäftsanteile der in München ansässigen und weltweit tätigen Xpublisher GmbH zu übernehmen.

Das Unternehmen wird die Kompetenz von Fabasoft im starken Wachstumsmarkt der Cloud-Technologien und die Vertriebsstärke weiter verbessern und soll dem Unternehmen dabei helfen, noch dynamischer zu wachsen als bereits zuvor. Bei Rücksetzern ist die Aktie meines Erachtens immer noch sehr interessant.

Übrigens befindet sich die Fabasoft-Aktie seit dem vergangenen Jahr in meinem Börsendienst Mittelstands-Depot und war darin in den zurückliegenden Monaten eine der erfolgreichsten Positionen.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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