Fabasoft-Aktie nach Top-Zahlen mit Freudensprüngen

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Das österreichische Software- und IT-Unternehmen Fabasoft legte zuletzt extrem starke Zahlen vor. Die Aktie reagierte mit deutlichen Aufschlägen. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Am 11. Dezember des vergangenen Jahres habe ich an dieser Stelle zuletzt von dem österreichischen Software- und IT-Unternehmen Fabasoft berichtet. Zu diesem Zeitpunkt notierte die Fabasoft-Aktie bei 11,90 Euro.

Heute, fast auf den Tag genau 3 Monate später, notiert das Papier bei 16,40 Euro und damit um 38% höher. Ich hoffe, dass einige von Ihnen meine abschließende Einschätzung (vom 11. Dezember 2018) zum Anlass nahmen, bei Fabasoft einzusteigen.

Damals schrieb ich Ihnen: Sowohl die zuletzt sehr starken Zahlen als auch die guten Perspektiven sind aus meiner Sicht (vor allem angesichts des jüngsten Rücksetzers der Fabasoft-Aktie) nicht ausreichend im Kurs eingepreist. Daher ist die Aktie meines Erachtens auf dem aktuellen Kursniveau attraktiv.

Bevor ich gleich auf die kürzlich vorgelegten bärenstarken Quartalszahlen eingehe, die das Unternehmen vor wenigen Tagen vorgelegt hat und die ein Grund für die sehr positive Kursentwicklung waren, noch einige Sätze zum Unternehmen.

Unternehmen und Geschäftsmodell im Überblick

Fabasoft ist ein 1988 gegründeter und im österreichischen Linz ansässiger Software-Spezialist. Das Geschäftsmodell von Fabasoft umfasst die Entwicklung und den Vertrieb eigener Softwareprodukte sowie die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Die Fabasoft Softwareprodukte können auf Basis von Kaufmodellen gegen einmalige Software-Lizenzgebühren und optionale wiederkehrende Aktualisierungsgebühren oder auf Basis von wiederkehrenden Gebühren für die Nutzung als Cloud-Services, Software-as-a-Service (SaaS) eingesetzt werden.

Die Produkte, Online-Services und Dienstleistungen werden sowohl an private Auftraggeber als auch an Kunden der öffentlichen Hand verkauft. Besonders spannend ist die Tochtergesellschaft Mindbreeze (Fabsoft hält 76% der Mindbreeze-Anteile) mit ihren Anwendungen für Enterprise Search, Big Data und Wissensmanagement.

Top-Zahlen auf allen Ebenen

Fabasoft hat den Umsatz im zurückliegenden Quartal um satte 41,7% auf 11,9 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte deutlich überproportional zum Umsatz um 125,8% auf 4,14 Mio. Euro zu, wodurch eine EBITDA-Marge von 34,8% (nach 21,9% im Vorjahreszeitraum) erreicht wurde.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg noch deutlicher um 154,0% auf 3,46 Mio. Euro und die EBIT-Marge lag bei 29,1%. In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres legte der Umsatz um 24,0% auf 29,88 Mio. Euro zu.

Besonders positiv ist, dass sich der Anteil der Recurring Revenues (wiederkehrende Umsätze) auf 55% erhöht hat. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte der Umsätze von Fabasoft sind wiederkehrende Umsätze. Diese bilden eine schöne Basis für nachhaltig steigende Umsätze und gleichen zudem Schwankungen bei den Softwareumsätzen aus.

Das Schmuckstück ist und bleibt die bereits angesprochene Tochter Mindbreeze, die Fabasoft auch zukünftig hohe Wachstumsraten bescheren wird. Bei Rücksetzern ist die Aktie meines Erachtens immer noch sehr interessant.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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