Fabasoft: Österreichischer Software-Spezialist auf der Überholspur

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Der inhabergeführte österreichische Mittelständler Fabasoft brachte Aktionären in diesem Jahr ein Plus von über 100%. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Am 11. Dezember des vergangenen Jahres habe ich an dieser Stelle erstmals über den österreichischen Software-Spezialisten Fabasoft berichtet. Damals notierte die Fabasoft-Aktie bei 11,90 Euro. Ich schrieb Ihnen abschließend, dass die starken Zahlen und die guten Perspektiven des Unternehmens nicht ausreichend im Kurs eingepreist seien.

Wer damals meine Einschätzung teilte und bei Fabasoft eingestiegen ist, liegt heute (ziemlich genau 1 Jahre später) mit über 100% im Plus. Die Leser meines Börsendienstes Mittelstands-Depot sind ebenfalls investiert und sitzen aktuell auf einem schönen Gewinn.

Fabasoft war übrigens auch eines der Unternehmen, die ich mir in der vergangenen Woche im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt noch einmal sehr intensiv angeschaut habe. Die Perspektiven  des Unternehmens sind nach wie vor gut. Es ist allerdings nicht nur der Kurs der Aktie gestiegen, sondern auch die Bewertung.

Bevor wir gleich zu den jüngsten Zahlen kommen, stelle ich denjenigen unter Ihnen, die Fabasoft noch nicht kennen, das Unternehmen zunächst kurz vor.

Fabasoft im Portrait

Fabasoft ist ein 1988 gegründeter und im österreichischen Linz ansässiger Software-Spezialist. Das Geschäftsmodell von Fabasoft umfasst die Entwicklung und den Vertrieb eigener Softwareprodukte sowie die Erbringung damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Die Fabasoft Softwareprodukte können auf Basis von Kaufmodellen gegen einmalige Software-Lizenzgebühren und optionale wiederkehrende Aktualisierungsgebühren oder auf Basis von wiederkehrenden Gebühren für die Nutzung als Cloud-Services, Software-as-a-Service (SaaS), eingesetzt werden.

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Die Produkte, Online-Services und Dienstleistungen werden sowohl an private Auftraggeber als auch an Kunden der öffentlichen Hand verkauft. Besonders spannend ist die Tochtergesellschaft Mindbreeze (Fabasoft hält 76% der Mindbreeze-Anteile) mit ihren Anwendungen für Enterprise Search, Big Data und Wissensmanagement.

Top-Zahlen für das 1. Halbjahr 2019/2020

Kommen wir zu den Zahlen: Fabasoft hat im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 (bis Ende März) den Umsatz um 24,4% auf 22,4 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg überproportional zum Umsatz um 58,5% auf 6,5 Mio. Euro.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg ebenfalls deutlich überproportional um 41,4%. Der Cashflow (Kassenzufluss) aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich von 1,8 auf 2,5 Mio. Euro. Die liquiden Mittel lagen per Ende September bei 26,1 Mio. Euro.

Mindbreeze: Der Star im Portfolio

Der Star im Portfolio von Fabasoft ist Mindbreeze. Dieses Produkt wächst besonders stark und zu den Kunden zählen internationale Großkonzerne wie die Lufthansa, Ikea, Vodafone, Telekom, Orange, Daimler oder Lockheed Martin.

Mindbreeze ist eine Art Suchmaschine für Unternehmen. Hier sehe ich nach wie vor großes Potenzial. Wie bereits geschrieben, ist jedoch nicht nur der Aktienkurs von Fabasoft gestiegen, sondern auch die Bewertung. Größere Rücksetzer ohne nachhaltige operative Probleme laden hier aber meines Erachtens zum Einstieg ein.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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