Facebook-Aktie: Sozialer Netzwerkriese mit Kostenexplosion

Investitionen in neue Geschäftsfelder sorgen für Gewinneinbruch (Foto: Alexey Boldin / Shutterstock.com)

Facebook ist sicher jedem ein Begriff. Der Internetgigant hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Wachstum hingelegt. Der Aktienkurs stand hingegen nach dem Börsendebut in 2012 unter keinem guten Stern.

Den Ausgabepreise von 38 US-Dollar sah der Börsenneuling lange Zeit nicht mehr. Im Tief verlor der Technologiekonzern sogar um 50% an Wert bevor die Trendwende einsetzte. Mit einem aktuellen Kurs von 75 US-Dollar notiert das Papier wieder deutlich über den Tiefständen von 19 US-Dollar.

Wachstum der Nutzerzahlen hält an

Zum Ende des ersten Quartals zählte Facebook 1,44 Mrd. Nutzer. Das entspricht einem Anstieg von immerhin 13% gegenüber dem Vorjahr. Den Umsatz konnte der Internetriese um 42% auf 3,53 Mrd. US-Dollar steigern.

Hier machte sich die starke Heimatwährung bemerkbar. Denn Facebook erwirtschaft gut die Hälfte der Umsätze außerhalb der USA. Währungsbereinigt wären die Erlöse um 49% angesprungen.

Vor allem der Mobilbereich wächst weiter rasant. Die Zahl der monatlich aktiven Mitglieder, die von unterwegs auf das soziale Netz zugreifen, erhöhte sich im Jahresvergleich um 24% auf 1,25 Mrd. weltweit. Das wirkt sich auch auf das mobile Anzeigengeschäft aus, das rund 73% des gesamten Werbeumsatzes ausmacht.

Facebook rückt Youtube und Skype auf die Pelle

Das Hochladen von Videos erfreut sich bei den Nutzern immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile liefert Facebook 4 Mrd. Videos täglich an seine Mitglieder aus, während Youtube mit sinkenden Wachstumsraten zu kämpfen hat.

Mit dem für 19 Mrd. US-Dollar übernommenen Kurznachrichtendienst Whatsapp läuft es ebenfalls rund. Seit der Übernahme im Februar 2014 wurden die Nutzerzahlen von 450 Mio. auf zuletzt mehr als 800 Mio. hochgeschraubt.

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Hohe Investitionen drücken Gewinn

Höhere Ausgaben ließen allerdings den Gewinn um 20% auf 512 Mio. US-Dollar einbrechen. Facebook steckt zur Zeit viel Geld in den Ausbau des Messaging-Anbieters WhatsApp, des Fotodienstes Instagram und des Datenbrillen-Herstellers Oculus Rift. Dadurch explodierten die operativen Ausgaben in den ersten drei Monaten um 83 %.

Während sich die Marketingkosten fast verdoppelten, erhöhten sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um satte 133 %. Für 2015 rechnet das Management mit einem Kostenanstieg um 55%.

Das könnte der Knackpunkt für die verhaltene Reaktion der Anleger auf die Zahlen gewesen sein. Denn im Anschluss notierte die Aktie deutlich im Minus. Ohne Frage zählt Facebook zu den größten Profiteuren des Smartphone-Booms.

Mit Diensten wie Whatsapp, Instagramm oder auch dem hauseigenen Facebook Messenger verfügt der Konzern über zahlreiche Anwendungen mit Millionen Kunden. Dabei hat Facebook noch nicht einmal angefangen, alle Dienste mit Werbung zu unterlagen.

Ob dem Management aber die Monetarisierung gelingt und ob die aktuell aus dem Ruder laufenden Kosten wieder eingefangen werden können, wird sich erst noch zeigen müssen.

Nach dem starken Kursanstieg scheinen die Anleger sich erstmal auf die Seitenlinie zu stellen.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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