Fast 50 % Verlust in 4 Wochen: Der Bitcoin-Crash ist gut für Gold

Nach dem steilen Anstieg folgt in diesen Tagen der Absturz: Aktuell erleben wir den Bitcoin-Crash, der längst überfällig war. (Foto: Wit Olszewski / shutterstock.com)

Jetzt ist es wirklich passiert. Jetzt ist der Bitcoin-Crash da. Und wie ich es erwartet habe ging es schnell – sehr schnell. Erst vor rund einer Woche schrieb ich Ihnen an dieser Stelle:

„Doch jetzt ist der Bitcoin-Hype auch erst einmal zum Stillstand gekommen. Das zeigt der Blick auf die Entwicklung beim Bitcoin in den vergangenen 4 Wochen. Hier tritt der Preis nicht nur auf der Stelle – er gibt sogar nach und bringt es auf ein Minus von knapp 6%. Ein anderes Investment hat hingegen im gleichen Zeitraum wieder klar an Boden gewonnen: Gold bringt es auf Sicht von 4 Wochen auf einen Zuwachs von rund 6 %.“

Wie gesagt diese Einschätzung ist etwas mehr als eine Woche alt. Und seitdem ist viel passiert. Vom hoch Mitte Dezember bis jetzt ist der Bitcoin Preis um knapp 40 % eingebrochen. Gleichzeitig hält sich Gold weiterhin solide, mit einem Plus von rund 6 % auf Sicht der vergangenen 4 Wochen.

Es ist wieder so etwas wie Normalität eingekehrt an den Finanzmärkten. Das sehen Sie auch daran, dass negative Meldungen rund um das Thema Bitcoin wieder massiven Einfluss auf die Preisbildung haben. So tauchten in der vergangenen Woche schon Meldungen auf, wonach Südkorea ein mögliches komplettes Verbot von Krypto-Währungen plant. Weitere Länder kündigten zumindest Einschränkungen für den Handel mit Kryptonwährungen an.

Mögliche Verbote für Bitcoin lassen den Kurs einbrechen

Dazu passten dann auch noch Meldungen von Seiten der Bundesbank, wonach der Handel mit den neuen digitalen Währungen zumindest stärker reguliert werden soll. Bis jetzt ist das noch ein wildes Feld auf dem vor allen Dingen auch viel Geld in dunklen Kanälen gewaschen wird. Genau hier wollen die Aufsichtsbehörden einschreiten und das weiter unterbinden.

Spannend wird tatsächlich sein, wie die Profis am Markt sich weiter positionieren. Das Preishoch bei Bitcoin fällt fast zeitgleich zusammen mit der Einführung von Bitcoin-Futures an der Optionsbörse in Chicago. Seitdem haben große Spekulanten wie Hedgefonds die Möglichkeit, auch auf fallende Notierungen bei den Kryptonwährungen zu setzen. Nach dem heftigen Absturz in den vergangenen Wochen sieht so aus, als ob die Profis fast nur darauf gewartet hätten.

Eine positive Auswirkung für den Goldmarkt hat es in vergangenen Wochen auf jeden Fall gegeben. Parallel zum steigenden Goldpreis sind auch die Notierungen der Goldminenaktien wieder deutlich angestiegen. Für mich sieht das fast so aus, als ob spekulative Gelder beim Bitcoin abgezogen wurden und jetzt wieder in Rohstoffaktien investiert werden – das ist auf jeden Fall ein positives Signal, denn der Goldpreis hat mit dem Plus von 6 % zuletzt gezeigt, dass hier noch Luft nach oben ist.

Und das gilt auch für viele aussichtsreiche Goldminenwerte, die in den vergangenen Monaten eher auf der Stelle getreten sind oder sogar an Wert verloren haben. Viele Investoren schauen immer auf Aktien mit Aufholpotenzial und genau hier kommen jetzt viele Minenwerte ins Spiel. Sie sehen: Das neue Jahr beginnt turbulent – aber Sie können sicher sein, das ich für Sie den Überblick behalten werde.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.