Faszination Glücksspiel: Die Lizenz zum Geldverdienen

Auf der Homepage „bet-at-home.com“ können Spieler auf ziemlich alles wetten, was man sich vorstellen kann.

Seit einiger Zeit sind auch Hunderennen im Programm. Es treten aber keine echten Vierbeiner gegeneinander an.

Stattdessen hecheln 6 virtuelle Hunde mit schönen Namen wie „Brown Duke“ oder „Black Nose“ am Bildschirm um die Wette. Wer gewinnt, entscheidet der Zufalls-Generator.

Noch ist die Spielerei mit den virtuellen Hunden allerdings nur ein Randgeschäft.

Das meiste Geld verdient bet-at-home mit Online-Versionen von klassischem Glücksspiel wie Roulette oder Poker und Sportwetten.

Das Geschäft brummt: In den vergangenen 9 Jahren haben sich die Umsätze annähernd verneunfacht.

Stärkung der Markenbekanntheit

Während der Fußball-EM in Frankreich war bet-at-home durch international angelegte Werbekampagnen in Form von TV-Spots, Plakaten und Online-Medien sowie einer umfangreichen Bonus-Aktion in ganz Europa präsent.

So baute das Unternehmen die Marken-Bekanntheit in seinen Kernmärkten erfolgreich aus.

Ein solches Großereignis ist für bet-at-home ideal, um die Zahl der registrierten Kunden nachhaltig zu steigern.

Der Aufwand hat sich gelohnt: So stieg die Anzahl der Kunden von 4,2 auf 4,5 Mio.

Neben den Werbemaßnahmen rund um die Fußball-EM führten auch das Sponsoring von Hertha BSC sowie weitere einzelne Marketing-Maßnahmen in den europäischen Kernmärkten zur Stärkung der Marken-Bekanntheit.

Die gesamten Marketing-Kosten erhöhten sich allerdings um 27,3% auf 34,2 Mio. €.

Positive Entwicklung trotz höherer Investitionen

In den ersten 9 Monaten hat bet-at-home erneut seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt und neue Höchstwerte bei Spielvolumen und Wett- und Gaming-Erträgen sowie im 3. Quartal das höchste operative Ergebnis (EBITDA) der Firmen-Geschichte erzielt.

Mit seinen Kunden steigerte bet-at-home den Brutto-Wett- und Gaming-Ertrag (Rohertrag) um 14,7% auf 100,4 Mio. €. Das ist der Ertrag nach Auszahlung der Gewinne.

Trotz Wettgebühren und Glücksspiel-Abgaben sowie einer Ergebnis-Belastung durch die Steuer für Anbieter elektronischer Dienstleistungen innerhalb der EU stieg der Netto-Wett- und Spiele-Ertrag um 13,5% auf 81,8 Mio. €.

In den ersten 3 Quartalen 2016 erwirtschaftete bet-at-home ein EBITDA von 21,3 Mio. €. Aufgrund der starken operativen Entwicklung verdoppelte sich im 3. Quartal das EBITDA auf 12,3 Mio. €.

Mit Sonderdividende winken 7,5% Rendite

Der Vorstand rechnet bei unverändertem regulatorischen und steuerrechtlichen Umfeld im Geschäftsjahr 2016 mit einem Anstieg im Brutto-Wett- und Gaming-Ertrag von 10% auf 134 Mio. € und einem EBITDA von 30 Mio. €.

Unbekannt ist dagegen die Höhe der Dividende für 2016. Der Wettanbieter sitzt auf rund 59,3 Mio. € Cash und stellt eine Sonderdividende in Aussicht.

Gleichzeitig erklärte bet-at-home, dass die reguläre Ausschüttung eine ähnliche Rendite bringen soll wie die Auszahlungen für 2015.

Die Chancen, dass für 2016 meine prognostizierte Dividende von 6,33 € je Aktie gezahlt wird, stehen also gut. Das wäre eine Dividendenrendite von 7,5%.

bet-at-home hält dennoch genügend Cash in der Kasse, schließlich könnte 2017 der Markteintritt in Holland erlaubt werden.

3. Februar 2017

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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