Favoriten der Kosmetik- und Drogeriebranche

Die Kosmetik- und Drogeriebranche setzt auch 2011 ihren Aufschwung fort. Wachstumsmotoren sind Schwellenländer in Lateinamerika und Asien. (Foto: Jpeg / Shutterstock.com)

Die Kosmetik- und Drogeriebranche setzt auch 2011 ihren Aufschwung fort. Wachstumsmotoren sind die Schwellenländer in Lateinamerika und Asien. Auch zahlreiche Märkte in Osteuropa verzeichnen ein gutes Wachstum.

Dagegen entwickeln sich die saturierten Märkte in Westeuropa und Nordamerika deutlich verhaltener. Dabei profitiert die Branche für Körperpflegeprodukte vor allem von der guten Verbraucherstimmung. Der harte Wettbewerb bei den Herstellern und im Handel führt aber zu einem fortdauernden Ausleseprozess bei den drei wichtigsten Segmenten für Haarpflege, Hautpflege und der dekorativen Kosmetik.

Beiersdorf beschließt neue Strategie

Beiersdorf (2102) hat für das Jahr 2011 neue strategische Weichenstellungen getroffen. Der Konzern will das Segment für dekorative Kosmetik aufgeben und eine weite Sortimentsstraffung vornehmen. Damit will sich das Unternehmen stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Mit der Konzentration auf die Haut- und Körperpflege will Beiersdorf wieder schneller wachsen als die Branche.

Die Marke Nivea ist im Massenmarkt die bedeutendste Haut- und Körperpflegemarke der Welt. Zudem gewinnt Eucerin im Pharmaziebereich jährlich weitere Marktanteile hinzu, und mit der Marke La Prairie ist der Konzern im Luxussegment gut positioniert.

Nach aktuellen Studien ist der Hautpflegemarkt das am stärksten wachsende Segment des Kosmetikmarktes. Daher plant Beiersdorf hohe Werbeinvestitionen von über 1 Mrd € zum 100. Geburtstag ihrer Kernmarke Nivea.

Henkel setzt auf globale Marken

Globale Marken sind auch die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von Henkel (2108). Dabei hat der Konzern in den zurückliegenden Jahrzehnten von der Globalisierung und Internationalisierung stark profitiert.

Im Segment für Kosmetik und Körperpflege werden mit den zehn Top-Marken aktuell 90% der Umsätze erwirtschaftet.

Die Haarkosmetik-Marke Schwarzkopf hat sich mit einem Umsatz von 1,8 Mrd € zur bedeutendsten Einzelmarke des Konzerns entwickelt. Im Jahr 1995 erzielte Schwarzkopf gerade mal einen Umsatz von 500 Mio €. Henkel bleibt aber von der industrielastigen Sparte Adhesive Technologies abhängig.

L’Oréal ist Weltmarktführer

L’Oréal (2111) ist der globale Marktführer auf dem Kosmetikmarkt. Das französische Unternehmen konzentriert sich besonders auf die Segmente für Massen- und Luxusprodukte. Das stärkste Wachstum wird in den aufstrebenden Schwellenländern Asiens mit Massenartikel und Premiummarken erzielt.

Im Herbst wurde auch die Haut- und Haarpflegemarke Kiehl’s in Indien markteingeführt. L’Oréal will nun in den kommenden zehn Jahren über 1 Mrd neue Kunden weltweit erschließen, hauptsächlich in Asien und Lateinamerika.

Zu den strategischen Prioritäten gehören aber nicht nur die Erweiterung der globalen Kundenbasis, sondern auch der Ausbau der Forschungsaktivitäten und die stärkere Flexibilisierung des Unternehmens.

Zugleich sollen die Produktionskapazitäten vor allem in Indien und China deutlich ausgebaut werden. Wir schätzen das stabile und profitable Geschäftsmodell.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt