Favoriten der Luxusbranche

Trotz der prekären Wirtschaftslage stieg 2012 der Bedarf nach teuren Accessoires und exquisitem Schmuck. LVMH überzeugte uns mit starken Zahlen.

Besonders die Bekleidungssparte legte dank Louis Vuitton deutlich zu. Der Umsatz stieg um satte 19%. Insgesamt haben alle Geschäftsbereiche Top-Ergebnisse vorgelegt und sich in einem schwierigen Marktumfeld hervorragend entwickelt.

Der asiatische Markt spielt eine entscheidende Rolle

Zum einen setzten die Schwellenländer mit hohen Wachstumsraten und einer krisenresistenten Nachfrage starke Akzente.

Allein die Nachfrage nach Champagner in China und Grenzgebieten konnte die schwache Nachfrage in Europa fast gänzlich kompensieren. Außerdem boomte der Asien-Tourismus.

Die Lage in Europa ist zwar weiterhin spürbar angespannt, an Flughäfen, Kreuzfahrtschiffen und größeren Bahnhöfen stieg die Nachfrage nach Luxusartikeln aber deutlich an.

Das operative Geschäft erfreute sich einer robusten und zunehmenden Marge. Im Bereich Luxus ist der Preis weniger relevant. Die Preissetzungsmacht ermöglichte es, gestiegene Kosten an die Kunden weiterzugeben. Der Gewinn legte um fast 12% zu.

Nach dem guten Auftaktquartal erhofft sich LVMH für das laufende Geschäftsjahr eine Belebung der europäischen Konjunktur und weiteres Wachstum in Asien und Nordamerika.

Der Konzern investiert vermehrt in Schwellenländer

Zudem soll auf den Malediven ein neues Resort gebaut werden. Dieses besteht aus 45 Villen mit hohen Räumen und eigener Poollandschaft.

Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 4 Sternen bei.

Unternehmensporträt

Die LVMH-Gruppe (Louis Vuitton Moét Hennessy), weltgrößter Luxusgüter-Konzern, produziert und vertreibt Weine & Spirituosen (Hennessy, Pommery), Mode- & Lederwaren (Louis Vuitton, Kenzo, Givenchy), Parfüms & Kosmetika (Dior, Guerlain), Schmuck & Uhren (TAG Heuer, Bulgari).

Über ausgesuchte Boutiquen, Shops und Einzelhandelsketten (Sephora, Le Bon Marche) werden weitere Haute Couture-Artikel angeboten.

Die Nachfrage nach den Schweizer Luxusuhren ist ungebrochen

Die Swatch Group blieb 2012 auf Erfolgskurs und erzielte neue Rekordergebnisse. Mit einem Umsatzplus von 15,3% und erhöhten Verkaufspreisen stieg der Gewinn überproportional um 26,7%. Das operative Ergebnis legte ebenfalls ordentlich zu.

Der Mengenwettbewerb ist profitabel. Allerdings kam es bei Bréguet schon zu ersten Produktionsengpässen und Distributionsproblemen. Um die steigende Nachfrage auch künftig besser bedienen zu können, baute Swatch seine Produktionsanlagen weiter aus.

Dazu wurden 1.500 neue Mitarbeiter eingestellt – davon allein 900 in der Schweiz. Zudem optimierte der Konzern seine Kostenkontrollmaßnahme und den Produktionsablauf.

Das Geschäft mit den Billig-Uhren boomt

Mit den farbenfrohen Modellen suggeriert Swatch einen eigenen Lifestyle, der sofort mit der Marke in Verbindung gebracht wird.

Die Verkaufszahlen sprechen für sich. Die Modelle zielen zwar auf eine andere Zielgruppe ab, sollen den Kunden aber auch langfristig an den Konzern binden.

In einem unruhigen wirtschaftlichen Umfeld liegt der Fokus auf den stark wachsenden Schwellenländern. Die Bilanzzahlen sind robust und ermöglichen einen kostenintensiven Expansionskurs. Die Eigenkapitalquote liegt bei über 83%.

Der Deckungsgrad des Eigenkapitals zum Anlagevermögen beträgt 275%. Damit ist Swatch finanziell hervorragend aufgestellt. Die Übernahme der Schmuck- und Uhrenmarke Harry Winston soll weitere Akzente setzen.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 4 Sternen bei.

Unternehmensporträt

Die Swatch Group gehört zu den Schweizer Aushängeschildern in der Welt. Neben den bunten Kunststoffuhren gehören mittlerweile 21 Uhrenmarken zum Konzern. Darunter befinden sich so etablierte Namen wie Bréguet, Omega, Rado oder Glashütte.

Einen weiteren Ertragspfeiler bilden die elektronischen Systeme. Neu ist die Sparte Markenschmuck. Durch eigene Läden wird das Vertriebsnetz stetig ausgebaut.

9. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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