Februar 2020: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Tepper

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Die 3 größten Position von David Tepper: Der Star-Investor setzt weiter auf US-Technologiegiganten. Hohe Gewichtungen in Alphabet, Facebook und Amazon-Aktien (Foto: Alexey Boldin / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top Investors David Tepper vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von knapp 11,4 Milliarden US-Dollar (lt. Forbes) und einem Jahresverdienst von bis zu 3,5 Milliarden Dollar (2009) zählt Tepper zu den bestbezahltesten Fondsmanagern an der Wallstreet.

Dabei begann die Karriere des mittlerweile 59 jährigen, aus gutbürgerlichen Verhältnissen in Pittsburgh stammenden Managers, recht unspektakulär. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität seiner Heimatstadt und begann seine berufliche Laufbahn 1980 als Kreditanalyst in einer Bank. Er fühlte sich aber dort nicht wohl und bildete sich an der Carnegie Mellon Universität weiter, wo er seinen Master-Abschluss erwarb.

Doch nach ersten Branchenerfahrungen begann Tepper im Jahr 1985 bei der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, wo er geradezu einen bilderbuchmäßigen Karriereaufstieg hinlegte. Bereits ein halbes Jahr nach dem Eintritt als Kreditanalyst leitete Tepper den Handelstisch für hochverzinsliche Wertpapiere. Nach dem sich Tepper acht Jahre lang mit notleidenden Firmen bei der Investmentbank beschäftigte, gründete er 1993 seinen eigenen Hedgefonds (Appaloosa Management).

Seinem Stil blieb er treu und fokussierte sich hauptsächlich auf Unternehmen in Schieflagen. Damit erzielte er herausragende Gewinne für seine Investoren. Über 20 Jahre erwirtschaftete Tepper immerhin 25,7% pro Jahr und damit eine Überrendite zum S&P 500 Index von beeindruckenden 15,9% pro Jahr.

Seine aktuell drei größten Aktienpositionen sind folgende:

Alphabet:

Größte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von rund 15 % ist die Aktie des Technologieriesen Alphabet. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von 590 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Nachdem Tepper die Position im dritten Quartal mehr als verdoppelt hatte, ließ er seinen Bestand im letzten Quartal quasi unverändert (-1,10%).

Die Google-Mutter Alphabet hat fast überall ihre Finger im Spiel. Mit der Suchmaschine, dem Cloud-Geschäft, autonomen Fahren oder dem vernetzten Zuhause besetzt der Konzern zentrale Positionen in aussichtsreichen Wachstumsmärkten. Der Umsatz machte im vergangenen Quartal einen Satz auf beachtliche 46,08 Milliarden Dollar. Vor allem das Brot-und-Butter-Geschäft mit Internetwerbung floriert. Im zurückliegenden Quartal erzielte der Konzern einen Gewinn von 10,67 Milliarden Dollar, was einer Gewinnspanne von 23,16% entspricht.

Facebook:

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von rd. 14,80% ist die FacebookAktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von rund 580 Millionen Dollar an dem Konzern.

Mit Facebook setzt Tepper auf das weltweit größte soziale Netzwerk. Die jüngste Unternehmensentwicklung bei Facebook hat gezeigt, dass das Online-Netzwerk trotz der Datenskandale immer noch Werbetreibende überzeugen kann. Facebook blickt mit starken Unternehmens- und Nutzerzahlen optimistisch in die Zukunft. Zuletzt kletterte die Zahl der aktiven Nutzer auf über 2,5 Milliarden. Im Schlussquartal 2019 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf gut 21 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte auf 7,35 Milliarden Dollar zu.

Amazon:

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 13,7% ist die Amazon-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von knapp 540 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 0,06% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Dabei hat Tepper im letzten Quartal die Position nochmals um 10% aufgestockt. Mit Amazon setzt der Fondsmanager auf einen der größten Onlinehändler und Cloud-Anbieter der Welt.

Im zurückliegenden Quartal erzielte der Technologiegigant einen Umsatz von 87,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 6,47 Dollar deutlich über den Erwartungen. Für Sie zum Vergleich: Die Analysten waren im Vorfeld der Zahlen lediglich von einem Gewinn von 4,03 Dollar je Anteilschein ausgegangen.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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