Ferrari: Seit 70 Jahren Kultfaktor auf der Straße

Der italienische Sportwagenbauer Ferrari ist seit 70 Jahren auf der Straße unterwegs und seit Herbst 2015 auch erfolgreich an der Börse. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

In diesen Tagen feiert der italienische Sportwagenbauer Ferrari ein Jubiläum: Vor 70 Jahren wurde der 1. Ferrari für die Straße gebaut.

Ferrari war ursprünglich ein reiner Rennwagenbauer

Das ist insofern bemerkenswert, als dass Ferrari-Gründer Enzo Ferrari ursprünglich gar keine Autos für die Straße bauen wollte, sondern nur für die Rennstrecke.

Und da Ferrari seit Herbst 2015 auch an der Börse notiert ist, berichte ich Ihnen an dieser Stelle von besagtem Jubiläum.

Neben dem Jubiläum sorgt Ferrari dieser Tage auch anderweitig für Schlagzeilen:

Der deutsche Formel-1-Pilot Sebastian Vettel, der für das Team Ferrari fährt, ist im jüngsten Formel-1-Rennen auf spektakuläre Weise mit seinem Dauerrivalen Lewis Hamilton aneinander geraten.

Bevor ich gleich auf einige aktuelle Zahlen und die Ferrari-Aktie eingehe, möchte ich das Unternehmen kurz für Sie portraitieren.

Ferrari im Kurzportrait

Die Ursprünge des Ferrari-Konzerns gehen zurück auf das Rennteam Scuderia Ferrari.

Dieses fuhr von 1929 – 1938 unter der Leitung von Enzo Ferrari u. a. als Werksteam von Alfa Romeo sehr erfolgreich Autorennen – damals jedoch ohne selbst Fahrzeuge zu bauen.

Schon zu diesen Zeiten wurde das heute noch verwendete Logo benutzt: ein sich aufbäumendes Pferd, das sogenannte „Cavallino rampante“.

Im Jahr 1940 wurde die Scuderia in „Auto Avio Costruzioni Ferrari“ umbenannt und zog 1943 nach Maranello um.

Dort ist bis heute der Unternehmenssitz. Der 1. „echte“ Ferrari war der 1947 gebaute Ferrari 125 C Sport.

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Der Autohersteller baute damals in 1. Linie Rennwagen für Sportwagen-Rennen, die auch an Kunden verkauft wurden, um Geld zu verdienen.

Daraus entwickelten sich Straßenwagen, die nicht für den Renneinsatz geeignet waren.

Nach einigen Krisen in seiner Geschichte steht das Unternehmen derzeit glänzend da; das vergangene Geschäftsjahr hat Ferrari mit einem Rekord abgeschlossen:

Lag der Anteil des Gewinns am Umsatz 2015 noch bei 15,6%, schnellte der Wert 2016 auf 19,2% hoch. Damit sind die Italiener in Sachen Rendite die Nr. 1 der Branche.

Allerdings verkauft Ferrari sehr viel weniger Autos als andere Automobil-Hersteller.

Aktie seit 1,5 Jahren im Aufwind

Die Ferrari-Aktie notierte nach dem Börsengang im Herbst 2015 zunächst bei rund 50 €, rutschte dann aber Anfang 2016 in einem schwachen Marktumfeld auf rund 30 € ab.

In der Folge ging es dann jedoch stetig bergauf; vor Kurzem notierte die Ferarri-Aktie bei gut 80 €.

Zwar ging es in den vergangenen Tagen etwas nach unten, dennoch legte die Ferrari-Aktie in den vergangenen rund 1,5 Jahren um etwa 150% zu.

Das aktuell recht sportliche Bewertungs-Niveau spricht jedoch nicht dafür, dass die Aktie in den nächsten 1,5 Jahren noch einmal um 150% zulegen kann.

Aus meiner Sicht gibt es aktuell deutlich aussichtsreichere Investments in der Automobil-Branche.

Einige davon finden Sie in meinen Börsendiensten „Power-Depot“ und „Depot-Optimierer“.


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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.