Festhalten: Der DAX erreicht noch diesen Monat die 13.150 Punkte!

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Erst wenn wir wirklich einmal längere eine rote Tageskerzen sehen, können wir vorsichtig über einen Short nachdenken. Vorher auf gar keinen Fall! (Foto: Deutsche Börse AG)

Sie haben es vermutlich mitbekommen! Der DAX legte heute um 4 Prozent zu. Alle Widerstände wurden platt gemacht. Jetzt kann es nur noch nach oben gehen. Passend nämlich dazu auch das Sentiment der Privatanleger: Die denken, sie sollten jetzt weiter Shorts aufbauen, weil der Markt ja fallen muss. Falsch gedacht, wie so oft. Denn solange die Privaten auf fallende Kurse setzen, zieht der Markt gerne nach oben.

Der DAX erreicht am Hexensabatt die 13.150 Punkte

Notieren Sie sich den großen Verfall in diesem Monat! Bis dahin geht die Post ab! Der dritte Freitag im Monat ist diesmal der 19. Juni. Dann werden um 13 Uhr die Future und Optionen auf den DAX abgerechnet und abends um 20 Uhr noch die Optionen auf Einzelaktien. Ja, die europäischen Stoxx-Indizes verfallen um 12 Uhr, aber das ist meist selten spannend.

Wie komme ich auf dieses sportliche Ziel? Mittels einfachster Charttechnik. Wir gehen einfach davon aus, dass die Bullen zweimal gleich stark sind. Der DAX wird also zweimal in dieselbe Richtung geschoben und zwar dieselbe Distanz. Im Chart sieht das dann so aus.

Einfach mal kurz 2.000 Punkte am Stück nach oben laufen. Das kann der DAX. Hat er nach dem Corona-Crash bewiesen. Dann gab es kurze Hoffnung für die Bären und Mitte Mai ging die nächste Rakete los. In der sitzen wir aktuell. Wenn wir Punkte und Zeitrahmen kopieren, landen wir am 24. Juni bei 13.150 Punkten. So einfach geht das. Damit macht der DAX auch gar nichts Neues. Der große Verfall trifft den Termin hier nicht ganz. Muss er auch nicht. Vielleicht schaffen wir die 13.150 Punkte schon ein paar Tage früher.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass der DAX 2.000 Punkte in anderthalb Monaten schaffen kann, muss nur in den Chart schauen. Das hat der DAX Mitte März bewiesen. So irrational und verrückt es auch scheinen mag, dass wir nur noch 1.500 Punkte vom Allzeithoch entfernt sind – die Notenbanken machen es möglich.

Morgen werden wohl noch 500 Milliarden Euro von der EZB in den Markt kommen. Das würde zumindest die Rallye der letzten Tage erklären.

DAX am nächsten Fibonacci Level

Wie sollte es auch anders sein. DieSMA-200 hat der DAX heute per Kurslücke übersprungen. Aktuell stehen wir am 76er Retracement. Danach kommt nur noch das 79er Retracement und dann ist es auch wirklich vorbei. Letzteres befindet sich bei 12.609 Punkte. Da können wir morgen früh schon stehen.

Ja hört das denn gar nicht mehr auf? Die steigenden Märkte kennen kein Erbarmen. Wer glaubt, dass hier noch einmal etwas nach unten fällt und darauf wettet, verbrennt sich die Finger!

Vorsicht mit den Short-Positionen!

Sie sollten nicht blind gegen die Privatanleger traden, aber oft genug liegen diese daneben. Das zeigt auch das heutige Euwax Sentiment wieder perfekt. Der DAX rennt wie ein Irrer nach oben. Und was machen die Kleinanleger? Sie kaufen Puts.

Je negativer dieser Index ist, desto mehr sind die Privaten auf der Short-Seite positioniert. Aktuell sehen wir einen seltenen Wert von minus 50! Das ist auf jeden Fall ein Warnzeichen. Wir könnten morgen noch mal mit einem Gap nach oben in den Tag starten, nur um die Kleinanleger zu rasieren.

Natürlich kann der Absturz jederzeit kommen, aber genauso gut können wir auch bis 13.150 Punkte laufen – und das noch in diesem Monat. Auf jeden Fall gibt es jetzt eines: Eine sensationelle Chance, sich die Finger zu verbrennen.

Solange der DAX weiter steigt, können Sie bei jedem Rücksetzer neue Long-Positionen aufbauen. Dann nehmen Sie die Rallye mit. Erst wenn wir wirklich einmal längere eine rote Tageskerze sehen, können wir vorsichtig über einen Short nachdenken. Vorher auf gar keinen Fall!

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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