Fielmann-Aktie sogar bei Börsenpanik hochgradig krisenresistent

In den vergangenen beiden Wochen sind viele Aktien kräftig unter die Räder gekommen.

Daher begeben sich derzeit einige Anleger auf die Suche nach krisenresistenten Aktien, bei denen es auch in Panik-Phasen nicht gleich zu einem Ausverkauf kommt.

Eine davon, die sich seit Jahren bewährt hat, möchte ich Ihnen heute vorstellen – es handelt sich um die Fielmann-Aktie.

Fielmann: Marktführer dank günstiger Preise

Die Optikerkette kennt praktisch jedes Kind. Fielmann verkauft jede 2. Brille in Deutschland.

23 Mio. Menschen tragen bereits eine Fielmann-Brille. Und der Großteil davon wird auch die nächste Brille bei Fielmann kaufen.

Das Erfolgs-Geheimnis ist einfach: Dank der hohen Stückzahlen erhält Fielmann im Einkauf hohe Rabatte, die (zumindest in Teilen) an die Kundschaft weiter gegeben werden.

Seit über 3 Jahrzehnten gibt das Unternehmen seinen Kunden eine „Geld-zurück-Garantie“, falls diese die gekaufte Brille bei anderen Optikern günstiger erhalten. Dies kommt bei den Kunden an.

Kontinuierliches Wachstum

Das Wachstum von Fielmann ist nicht spektakulär, aber kontinuierlich: Im 3. Quartal 2015 kletterte der Umsatz um knapp 8% auf 342 Mio. €.

Der Gewinn stieg um gut 6% auf 52 Mio. €. Wie so oft in der Vergangenheit, wurden damit die Prognosen der Analysten leicht übertroffen.

Krisensicheres Geschäftsmodell

Der Verkauf von Brillen ist ein krisensicheres Geschäft.

Selbst wenn die Menschen bei einem (aktuell eher unwahrscheinlichen) Konjunktur-Einbruch weniger Geld zur Verfügung hätten, würde sie lieber auf andere Dinge verzichten, als auf eine neue Sehhilfe.

Hier geht die Gesundheit ganz klar vor – und davon profitiert Fielmann.

Außerdem spricht die demografische Entwicklung für die Branche: Die Weltbevölkerung wird immer älter und somit steigt auch der Bedarf an Brillen.

Dies gilt sowohl für Industrieländer als auch für die aufstrebenden Schwellenländer, wo sich immer mehr Menschen Sehhilfen leisten können.

Krisenresistente Aktie

Das krisensichere Geschäftsmodell bietet auch den Fielmann-Aktionären Sicherheit: In schwachen Börsen-Phasen schlägt sich die Aktie regelmäßig wacker und verliert weitaus weniger an Boden als der Gesamtmarkt.

So lief es auch in den vergangenen Wochen: Aktuell notiert der Kurs auf dem Niveau von Anfang Dezember.

In den beiden ersten Januar-Wochen wurden also lediglich die (leichten) Gewinne von einem Monat zunichte gemacht – viele andere Aktien sind hingegen auf ihre Tiefpunkte aus dem Spätsommer 2015 zurückgefallen.

Qualität hat an der Börse ihren Preis

Die Fielmann-Aktie punktet mit hoher Krisen-Resistenz, einem kontinuierlichen Wachstum und – aufgrund der demografischen Entwicklung – guten Langfrist-Perspektiven.

Da verwundert es nicht, dass die Anleger gerne bereit sind, dafür einen deutlichen Bewertungs-Aufschlag zu zahlen.

Aktuell wird die Fielmann-Aktie mit dem 29-fachen des Jahresgewinns bewertet. Dies ist zwar relativ hoch, aber Qualität hat bekanntlich ihren Preis.

Langfrist-Anleger, die speziell auf der Suche nach krisenresistenten Aktien sind, sollten sich jedoch nicht von der hohen Bewertung vom Einstieg abhalten lassen.

19. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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