Fielmann bleibt weiterhin auf Wachstumskurs

Die familiengeführte Optikerkette Fielmann legt gute Zahlen vor und hat weiterhin glänzende Perspektiven. (Foto: Victoria Shapiro / Shutterstock.com)

Die im MDax notierte Optikerkette Fielmann konnte den Wachstumskurs im 2. Quartal 2015 fortsetzen. Das Familienunternehmen, das in Deutschland etwa jede zweite Brille verkauft, profitierte dabei vor allem von der zunehmenden Nachfrage nach vergleichsweise teuren Gleitsichtgläsern.

Nach ersten Berechnungen stieg der Vorsteuergewinn im abgelaufenen Quartal um 8% auf mehr als 52 Mio. Euro. Dies teilte Fielmann heute anlässlich der Hauptversammlung in Hamburg mit.

Der Umsatz legte um 7% auf etwa 327 Mio. Euro zu. Fielmann verkaufte in den Monaten April bis Juni 1,9 Mio. Brillen. Das bedeutet ein Plus von 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Immer mehr Kunden und kaum Konkurrenz

Fielmann profitiert auch künftig von einer immer älter werdenden Bevölkerung und davon, dass immer mehr Menschen dadurch eine Sehhilfe benötigen. Warum ich denke, dass Fielmann davon in besonderem Maße profitieren wird? Ganz einfach: Das Unternehmen kann als Optiker, Hersteller und Händler zugleich besonders kostengünstig arbeiten.

Ein weiterer Pluspunkt für Fielmann: Es gibt kaum Konkurrenz. Ich schätze bislang auch die Konkurrenz aus dem Internet als nicht besonders gefährlich ein. Denn gerade bei Gleitsichtgläsern sind die Internethändler noch weit von den Qualitätsstandards von Fielmann entfernt. Damit kann das Unternehmen auch relativ entspannt der Zukunft entgegen blicken.

Musterfall Fielmann: 521% Kursplus in den vergangenen 15 Jahren

Das Unternehmen Fielmann ist in den vergangenen Jahren eines der erfolgreichsten deutschen Unternehmen gewesen, die an der Börse notiert sind.

Dies ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Günther Fielmann, der das Unternehmen 1972 gründete, bis heute fest die Zügel bei Fielmann in der Hand hält und zusammen mit seiner Familie über knapp 72% der Fielmann-Anteile verfügt.

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Unter anderem dieses Augenmaß im Hause Fielmann sorgte dafür, dass sich die Fielmann-Aktie in den vergangenen 15 Jahren sogar noch erfolgreicher entwickelte als der MDax, in dem die Fielmann-Aktie aktuell notiert ist. Zur Erinnerung: Der MDax konnte in den vergangenen 15 Jahren um starke 357% zulegen.

Die Fielmann-Aktie schaffte sogar ein Kursplus von rund 521% und konnte den MDax damit deutlich hinter sich lassen. Grundlage für die hervorragende Kursentwicklung der Fielmann-Aktie war die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Fielmann, welche sich stetig verbesserte.

Die Dividenden, die Fielmann regelmäßig ausschüttet und auch stetig erhöht, sind in dieser Rechnung übrigens noch nicht berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der Dividenden würde das Rendite-Plus noch ein ganzes Stück größer ausfallen.

Erfolgreich in der Nische

Das Optikergeschäft ist natürlich nur ein Nischenmarkt, doch genau auf solche Nischenanbieter – sofern Sie innerhalb der Nische über einen großen Marktanteil verfügen – lohnt es sich für Sie zu setzen, da diese, wie am Beispiel Fielmann gesehen, überaus erfolgreich sein können.

Fielmann ist in Deutschland mit einem Marktanteil von rund 50% unangefochtener Marktführer. Hinzu kommt, dass Fielmann nach wie vor inhabergeführt ist. Die Familie Fielmann kontrolliert über die Holdinggesellschaft Korva SE insgesamt knapp 72% der Fielmann-Aktien.

Angesichts dieser Eigentümerstruktur können Sie auch weiterhin mit hohen Dividendenausschüttungen rechnen. Heute soll auf der Hauptversammlung eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie beschlossen werden. Das entspräche auf Basis des aktuellen Kurses der Fielmann-Aktie einer Dividendenrendite von guten 2,65%.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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