Finanzcrash droht in China

Die Gefahr, dass die nächste Finanzkrise von China ausgeht wird für Sie immer größer: Die Ratingagentur Fitch wies bereits darauf hin, dass die Kredite im Bankensystem bis Ende 2012 in nur 4 Jahren um 126 Prozent nach oben gingen.

Damit ist die Gesamthöhe der Schulden doppelt so hoch wie die ganze Wirtschaftsleistung.

Daran sehen Sie, wie der „Weltwachstumslokomotive“ China zunehmend die Schulden buchstäblich über den Kopf wachsen. Nun zeigt sich, dass auch das Wachstum in China nicht ungebremst weitergehen kann.

Durch die Investitionsprogramme in Milliardenhöhe sind in China auch Kapazitäten geschaffen worden, die überhaupt nicht mehr benötigt werden.

Erst kürzlich erzählte mir ein Bekannter, der häufig in China geschäftlich unterwegs ist, von menschenleeren Neubausiedlungen in der chinesischen Provinz. Doch dort stehen nicht nur Wohnungen leer sondern auch komplette Produktionsstätten.

China steht ganz klar vor der Klippe: Das massive Kreditwachstum lässt eine Blase von gigantischem Ausmaß entstehen. Und Sie können sicher sein: Wenn diese Blase platzt, hören wir das auch in Deutschland.

Ich bin sogar überzeugt, dass eine Finanzkrise in China auch bei uns erneut die Wirtschaft massiv einbrechen lassen würde und in Folge davon zu einer heftigen Krise auf dem Finanzmarkt führen würde.

Eben deshalb wäre es aus meiner Sicht trügerisch für Sie auf den momentanen Optimismus zu bauen, der uns jetzt auch nach der Bundestagswahl gerne vorgespielt wird.

Fallen Sie nicht auf die Ablenkung in den Massenmedien herein

Und irgendwie ist es schon erstaunlich, dass im Bundestagswahlkampf das extrem wichtige Thema Euro-Krise kaum eine Rolle gespielt hat. Keine der etablierten Parteien hat sich an dieser Stelle profiliert.

Stattdessen wurden Nichtigkeiten wie eine mögliche PKW-Maut als großes Thema in den Massenmedien präsentiert. Als ob Deutschland keine anderen Probleme hätte. Zusätzlich spielte sogar der Schmuck der Bundeskanzlerin beim Fernsehduell fast eine größere Rolle als die Positionen.

Wenn es schon so weit ist, haben wir das Niveau der Brot und Spiele Ablenkung der Bevölkerung schon längst erreicht und die Massenmedien ihren Erfolg erzielt.

Sie können aber fast sicher sein, dass das Pendel beim Thema Euro-Krise schon bald wieder umschlagen wird. Wie schnell so eine illusionäre Welt zu Ende ist, zeigte ihnen die Finanzkrise 2008, die außer mir auch kaum jemand kommen sah.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Krisenvorsorge weiter aktiv fortsetzen, indem Sie Ihr Geld flexibel halten und nicht langfristig investieren.

Nur Geld, das Sie im Notfall schnell umschichten können, kann Sie auch in einer Krise vor der Krise schützen – langfristig festgelegtes Geld kann dagegen schnell verloren gehen.

24. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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