Finanzdienstleister: Gut gewappnet für die Zukunft

Dank eines starken Schluss-Quartals hat MasterCard 2015 unsere Erwartungen übertroffen.

Der Umsatz konnte 2015 um 2,0% auf 9,7 Mrd. $ gesteigert werden. Der Gewinn stieg um 5,3% auf 3,8 Mrd. $ an.

Dabei bremste der starke US-Dollar die Entwicklung sogar, da Auslandseinnahmen nach der Umrechnung in $ geschmälert werden.

MasterCard ist hiervon besonders betroffen, da knapp 2/3 der Erlöse außerhalb der USA anfallen. Ohne Währungs-Effekte hätte das Gewinn-Plus 9% betragen.

MasterCard hat die Kundenbasis deutlich ausgeweitet

Aktuell hat das Unternehmen weltweit 1,6 Mrd. Karten ausgestellt. Das entspricht einem Anstieg von 18% im Vergleich zum Vorjahr.

Das Wachstum war in Europa und im asiatischen Raum besonders stark. Somit ist die Grundlage für eine weitere Steigerung der Erlöse gelegt.

Schon 2015 profitierte MasterCard von der wachsenden Konsumlust der Verbraucher. 2015 wurden 59,7 Mrd. Transaktionen im Gesamt-Umfang von unglaublichen 3,4 Bio. $ abgewickelt.

Dabei legte das Volumen in allen Märkten zu. MasterCard kassiert für jede Transaktion Gebühren.

Durch die immer wieder aufkommende Diskussion über die mögliche Abschaffung des Bargelds erhält MasterCard zusätzlichen Rückenwind. Eine EC- oder Kreditkarte zu besitzen wird immer wichtiger.

Zudem werden sich auch Schwellenländer wie China in Zukunft verstärkt für die etablierten Kreditkarten-Anbieter öffnen. Hier besteht enormes Wachstums-Potenzial.

Unternehmens-Porträt

MasterCard gehört neben VISA und American Express zu den größten Kreditkarten-Gesellschaften weltweit.

Neben der bekannten MasterCard zählen auch die Cirrus Card und die guthabenbasierte Maestrocard zum Produkt-Portfolio des US-Finanzdienstleisters.

Mit den wertvollen Kreditkarten kann man in 210 Ländern problemlos bezahlen. MasterCard vergibt Lizenzen an Banken, die dann die Karten vertreiben dürfen.

Die Abspaltung von eBay hat PayPal gut überstanden

Das Wachstum des Online-Bezahldienstes hält ungebrochen an. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 15% auf 9,2 Mrd. $.

Der Netto-Gewinn verdreifachte sich fast und erreichte 1,2 Mrd. $. Getragen wurden die Zuwächse sowohl von einer breiteren Kundenbasis als auch von höheren Erlösen je Kunde.

So stieg die Zahl der aktiven Accounts um 11% auf 179 Mio. Im Durchschnitt führte jeder Kunde dabei 27 Transaktionen durch, was einem Anstieg von 12% entspricht.

Insgesamt stieg das mittels PayPal bewegte jährliche Zahlungs-Volumen um 20% auf 281,7 Mrd. $.

Für künftiges Wachstum sollen neue Partnerschaften sorgen

So kündigte PayPal eine enge Zusammenarbeit mit Vodafone und America Movil an, um neue Kunden für den digitalen Zahlungsdienst zu aquirieren. V. a. in Europa und Lateinamerika soll die Marktposition somit gestärkt werden.

Außerdem arbeitet PayPal daran, den Bezahl-Vorgang für die Kunden einfacher und schneller zu gestalten. Mit der Funktion One Touch wird die Bezahlung ohne Eingabe des Passworts ermöglicht.

Um die technologische Führungs-Position im Bereich der Online-Zahlungen sicherzustellen, hat PayPal im vergangenen Jahr zudem die Start-ups Xoom, Paydiand und CyActive übernommen.

PayPal erhofft sich von den neu eingekauften Technologien eine Fortsetzung des deutlichen Umsatz- und Gewinn-Wachstums. Ein Aktienrückkauf-Programm im Umfang von 2 Mrd. $ stützt den Kurs zusätzlich.

Unternehmens-Porträt

PayPal betreibt den weltweit führenden Online-Bezahldienst und ermöglicht es seinen Kunden, von überall aus der Welt Zahlungen zu tätigen, ohne persönliche Daten wie Konto- oder Kreditkarten-Nummern preisgeben zu müssen.

Zwischen Oktober 2002 und Juli 2015 gehörte PayPal zum Internet-Auktionshaus eBay.

11. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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