Flüchtlinge als Billig-Arbeitskräfte

Mindestlohn abschaffen und länger arbeiten. So sieht eine Flüchtlings-Agenda aus. Hier alle Hintergründe dazu. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Diskussion um die Flüchtlingskrise schlagen weiter hohe Wellen.

Die Bewältigung des Massenansturms von bis zu 1,5 Mio. Asylbewerbern, der sich mit Familien-Nachzug auf 7 Mio. erhöhen könnte, steht vor dem Kollaps.

Neue Vorschläge müssen her!

Die Flüchtlings-Agenda

Eine Idee ist die Flüchtlings-Agenda von Hans-Werner Sinn, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo Institut).

Der Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft fordert die Abschaffung des Mindestlohns.

Nur so würden genug Jobs für Flüchtlinge entstehen, die zu einem großen Teil nur über eine niedrige Qualifikation verfügten.

Rentenalter hoch

Aber das ist noch nicht alles, was Professor Sinn vorschlägt; Er will auch das Rentenalter heraufzusetzen, um die Flüchtlinge zu ernähren – wortwörtlich.

Die Deutschen müssten länger arbeiten, um die Kosten der Integration der Flüchtlinge zu stemmen. Denn die Migranten würden die Rentenkassen vorerst nicht ausreichend entlasten. Alles klar?

Rentner als Flüchtlingspaten

Der Nationalökonom legt noch nach: „Die Alten werden im Übrigen gebraucht, um die Flüchtlinge anzulernen (…)“ Das sitzt. Finden Sie nicht auch?

Länger arbeiten, um Flüchtlinge zu finanzieren. Den hart erkämpften Mindestlohn kippen. Die einheimischen Rentner sozusagen als Migrantenpaten.

So also soll eine Flüchtlings-Agenda aussehen.

Zuwanderung von Geringqualifizierten

Doch bevor Sie sich aufregen, muss objektiverweise gesagt werden: Tatsächlich wandern hauptsächlich Geringqualifizierte nach Deutschland ein.

Bereits im Jahr 2013 brachte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung eine wahrlich ernüchternde Studie heraus:

Demnach hatten nur 13% der Migranten ein Hochschulstudium absolviert. Knapp 25% einen mittleren Bildungsabschluss. Aber die Mehrheit, nämlich 58%, besaßen nicht mal eine Berufsausbildung.

Der Mythos vom syrischen Arzt

Selbst eine, die es von Amts wegen wissen muss, nämlich SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles bekennt:

Die ersten Auswertungen hätten gezeigt, dass nicht einmal jeder 10. Flüchtling direkt in Arbeit oder Ausbildung vermittelt werden könne.

Der viel beschriebene syrische Arzt sei nicht der Standard-Flüchtling; Viele Zuwanderer hätten nur eine geringe oder gar keine Ausbildung.

Viele von ihnen würden für eine längere Zeit auf die Arbeitsvermittlung und Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein.

Belastung der Sozialsysteme

So wird es also nicht unbedingt etwas mit der viel beschworenen Sicherung der Sozialsysteme Deutschlands. Beispielsweise den Renten durch die Flüchtlinge.

Ganz im Gegenteil, werden die meisten von ihnen die Sozialsicherungen belasten, statt entlasten. Das sind die Fakten.

Zunahme der sozialen Ungleichheit

Die Zuwanderer werden deshalb immer mehr Druck auf die Löhne ausüben. Dadurch nehmen die sozialen Unterschiede zu.

Die Schere der Verteilung der Einkommen wird immer größer und damit ungleicher. Und das mitten in Deutschland.

Kein Aufnahmestopp von Flüchtlingen

Wissen Sie noch, was Bundeskanzlerin Angela Merkel hinsichtlich eines Aufnahmestopps von Flüchtlingen gesagt hat?

Sie erklärte, dass man die Grenze nicht schließen könne. Es würde den Aufnahmestopp nicht geben.

Damit werden noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die Probleme verschärfen.

Höhere Belastungen

Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie künftig dafür zur Kasse gebeten werden; entweder monetär in Form von Steuererhöhungen bzw. anderen Abgaben oder durch längere Arbeit.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.